Kredite in Fremdwährung bergen hohe Risiken

MÜNCHEN (maw). Häuslebauer, die zur Finanzierung ihres Eigenheims auf einen Fremdwährungskredit setzen, gehen ein hohes Risiko ein, warnt die Verbraucherzentrale Bayern. Diese Kredite würden in einer Fremdwährung zu einem besonders niedrigen variablen Zinssatz abgeschlossen.

Veröffentlicht:

"Auf den ersten Blick mag das verlockend erscheinen, doch die Rückzahlung richtet sich nach der Fremdwährung. Steigt diese im Wert, kommt es zu teils erheblichen Mehrkosten", warnt Sascha Straub, Finanzjurist der Verbraucherzentrale Bayern, vor den Risiken.

Wenn wie jetzt durch die Verunsicherung auf den Finanzmärkten Anleger vermehrt in bislang stabile Währungen wie den Schweizer Franken flüchteten, sei die Folge ein rapider Wertanstieg. Dieser wirkt sich zum Nachteil derer aus, die auf die Stabilität gesetzt haben.

Waren im August 2008 für 185.000 Euro noch rund 300.000 Schweizer Franken zu bekommen, müsse man für den Betrag heute fast 100.000 Euro mehr aufbringen. Dieses Wechselkursrisiko trage der Kreditnehmer.

Experten raten zur Umschuldung in Euro

Er müsse der Bank dafür nachträglich weitere Sicherheiten wie Grundschuld oder Lebensversicherungen zur Risikoabdeckung bereitstellen. "Dies ist von Privathaushalten kaum leistbar", schätzt Straub.

Aufgrund der unberechenbaren Risiken rät der Finanzexperte Verbrauchern von Fremdwährungskrediten dringend ab. Bereits betroffenen Kunden machen Banken derzeit das Angebot, in Euro umzuschulden.

"Damit sollte man vorsichtig sein", rät Straub, "weil der Verlust damit zementiert wird." Sollte sich der Wechselkurs wieder ändern, habe der Kreditnehmer ein schlechtes Geschäft gemacht.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Empfehlungen für die Geldanlage

Geld und Vermögen: Mit ein bisschen Optimismus ins Finanzjahr 2026

Kooperation | In Kooperation mit: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Welche Chancen und Risiken das Anlagejahr 2026 bringt

Geld & Vermögen

Nicht nur Gold, auch Silber ist im Aufwind

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Atemwegserreger

RSV-Welle hat begonnen

Tipps fürs Patientengespräch

Wie Sie schwierigen Patienten den Wind aus den Segeln nehmen

Lesetipps
So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten