Kommentar zur Organisation

Kritischer Blick auf die eigene Praxis

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Viele Ärzte scheuen davor zurück, externen Beratern einen Einblick in die internen Abläufe ihrer Praxis zu gewähren. Dafür gibt es mehrere Gründe: Oft verlangen professionelle Anbieter für ihre Analysen saftige Preise.

Außerdem möchten die Ärzte nicht, dass Dritte mehr über sie erfahren als unbedingt notwendig - besonders dann, wenn es um mögliche Schwachstellen geht.

Die Skepsis ist zum Teil nachvollziehbar. Kritisch wird es aber, wenn eine Organisationsanalyse aus der Überzeugung heraus abgelehnt wird: Wir wissen ohnehin, was in unserer Praxis los ist.

Das ist oft ein Trugschluss, wie Patientenbefragungen zeigen. Zudem verhindert eine solche Einstellung die notwendige Distanz, die Ärzte dem eigenen Tun gegenüber immer bewahren sollten.

Nur wenn sie ab zu einen kritischen Blick auf ihre Arbeit werfen, können die Praxisteams erkennen, wenn etwas nicht rund läuft in der Praxis, und die erforderlichen Konsequenzen ziehen.

Die Prüfung interner Abläufe muss nicht mit großem Aufwand verbunden sein. Mit kleinen Maßnahmen können Praxisteams oft schon viel erreichen. Entscheidend ist die Bereitschaft, die Abläufe immer wieder zu überprüfen. Sie ist wichtiger als jeder externe Berater.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Schwarzes Loch Praxis-Organisation

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