Medizintechnik

Las Vegas' große Bühne für Wearables

Sensoren am Handgelenk messen die körperliche Belastung, künstliche Organe aus dem 3D-Drucker: Medizintechnik hält immer stärker Einzug bei der renommierten Technikmesse CES.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Messebesucher auf der CES2017.

Messebesucher auf der CES2017.

© Friso Gentsch / dpa

LAS VEGAS. Selbstfahrende Autos und die Sprachsteuerung im smarten Haushalt waren zwei zentrale Trendthemen der diesjährigen Ausgabe der Elektronik-Messe CES, die vergangene Woche in Las Vegas stattfand.

Bildergalerie

Technikmesse CES

Bemerkenswert: Der boomende Themenkomplex Digital Health mit Wearables & Co gewinnt auch in Las Vegas immer mehr Bedeutung bei der Nabelschau intelligenter Techniklösungen und entflieht somit dem rein konsumorientierten Messekontext.

Fitness als Verbindung von Medizin und Alltag

Die Schnittstelle zwischen Medizin und Lebensalltag stellt der Fitnesssektor dar. So nutzte Kevin Plank, Gründer und CEO des auf vernetzte Fitness mit entsprechendem Schuhwerk spezialisierten Unternehmens Under Armour, die CES-Bühne, um über seine Erfahrungen mit der Digital Health und Fitness Community zu berichten.

Diese Community ist nach Unternehmensangaben mit 180 Millionen Mitgliedern die größte weltweit und affin für technologiegestützte Optimierung der sportlichen Performance und des Lifestyles.

Auch Anbieter wie Intel nutzten die CES, um ihre Wearable-Innovationen zu präsentieren, die sich – gestützt auf die erhobenen Vitaldaten – als Fitness- und Trainingscoach gerieren sollen.

Hilfe für Behinderte und Organempfänger

Weniger der Spaßfaktor denn eher der (medizinische) Nutzen stand bei Ausstellern im Fokus, die sich der Rehabilitation, dem Alltag von Menschen mit Behinderung oder künstlichen Organen widmen.

So präsentierte das südkoreanische Unternehmen Neofect seinen smarten Reha-Handschuh RAPAEL Smart Glove zur Rehabilitation der Hände, der mit dem CES Innovation Award ausgezeichnet wurde.

Das im Silicon Valley beheimatete Unternehmen Whill demonstrierte seine modernen Rollstuhl-Lösungen, die selbst steinige Wege bewältigen sollen. – Und so körperlich eingeschränkten Menschen einen unbeschwerteren Lebensalltag ermöglichen sollen.

Das auf 3D-Druck spezialisierte US-Unternehmen Whiteclouds aus Utah zeigte in Las Vegas eine Reihe künstlicher menschlicher Organe aus dem 3D-Drucker zum Zwecke der Arztschulung und Patientenaufklärung.

Mehr zum Thema

Senatsentscheidung

Acht Millionen Euro für Hamburgs Kliniken

Erfinderpreis 2022

Europäisches Patentamt kürt Erfindungen in der Medizin

Branchenbilanz

Medtech schafft 2021 neuen Umsatzrekord

Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare lesen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Bei einer Pneumonie können Prognosemarker helfen, Über- und Untertherapien zu vermeiden.

© Minerva Studio / stock.adobe.com

WONCA-Kongress

Drei Prognosemarker bei Pneumonie

Das Aufbewahren und Zwischenlagern von Impfstoff im Praxiskühlschrank ist eigentlich Routine für Praxen. Dass nun das  Bundessozialgericht in der Frage, ob Ärzte dafür haften müssen, wenn wegen eines Kühlschrankdefekts teurer Impfstoff unbrauchbar wird, einen Regress in fünfstelliger Höhe bestätigt hat, lässt viele Ärztinnen und Ärzte  jedoch ratlos und verärgert zurück.

© Sina Schuldt / picture alliance/dpa

Impfstoff-Verfall

Pädiater üben scharfe Kritik an Kühlschrank-Urteil