Direkt zum Inhaltsbereich

EU-Verordnung

Medizinprodukte-Hersteller hoffen auf die Politik

Die MedTech-Branche sammelt Argumente für mehr Zeit zur Umsetzung neuen EU-Rechts.

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Ende Mai in Kraft getretenen neuen EU-Verordnungen zu Medizinprodukten (2017/745) sowie zur In-vitro-Diagnostik (2017/746) liegen vor allem kleinen und mittelständischen Anbietern schwer im Magen.

Wie schwer, das wollen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und der Industrieverband Spectaris in einer gemeinsam lancierten Online-Umfrage jetzt wissen.

Für die Medizinprodukteverordnung (MDR) gilt eine dreijährige, für die In-vitro-Verordnung (IVDR) eine fünfjährige Übergangsfrist.

Mit der Umfrage bei den MedTech-Firmen, heißt es, wolle man nun "repräsentative Daten zusammentragen, die eine realistische Folgenabschätzung für die Hersteller zulassen und entsprechende Argumente gegenüber der Politik zur Gestaltung einer industriefreundlichen Implementierung liefern".

Die Branche beklagt insbesondere, dass der regulatorische Aufwand für Medizinprodukte mit dem neuen EU-Recht immens zunehme und gleichzeitig die dazu erforderliche Fachkräfte-Expertise am Arbeitsmarkt fehle. Daher sei demnächst mit erheblichen Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Produkte zu rechnen.

Zur Umsetzung der EU-Verordnungen hatte das Bundesgesundheitsministerium Anfang 2017 einen Nationalen Arbeitskreis (NAKI) eingerichtet.

Bei der Mitte Juli im Saarland abgehaltenen Wirtschaftsministerkonferenz wurde die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, "den NAKI-Prozess deutlich zu beschleunigen und insbesondere Aspekte der Umsetzbarkeit durch kleine und mittlere Unternehmen zu berücksichtigen".

Zudem soll die EU-Kommission davon überzeugt werden, "die überaus kurz bemessenen Übergangsfristen der Verordnungen zu verlängern", um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen eine fristgerechte Umsetzung der neuen Zulassungsvorgaben zu ermöglichen. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Robert Koch-Institut

Fast jeder dritte Erwachsene hört schlecht

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Beyond Imaging

© Beyond

Beyond Imaging

KI-gestützte Prostata- und Kopf-MRT

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Diagnostic Results

© Diagnostic Results

Bioeksen

Molekulare PCR-Diagnostik am PoC

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie können Ärzte Einsamkeit erkennen und ansprechen, Professor Adli?

Lesetipps
Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck

Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann