Kommentar zur neuen Zi-Analyse

Niederlassung light

Rebekka HöhlVon Rebekka Höhl Veröffentlicht:

Die Daten im Bundesarztregister deuten schon lange darauf hin: Immer mehr Ärzte suchen den Einstieg in eine Tätigkeit im niedergelassenen Bereich über ein Angestelltenverhältnis. Nun belegt auch das Praxispanel des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), dass sich die ambulante Medizin organisatorisch verändert.

Allein von 2010 bis 2013 hat sich der Anteil der angestellten Ärzte in den Vertragsarztpraxen um 30 Prozent erhöht. Interessant ist dabei, dass es den Praxisinhabern offenbar gar nicht darum geht, ihre eigene Arbeitszeit zu reduzieren.

Ganz im Gegenteil, sie nutzen den Zeitgewinn, um ihr Leistungsspektrum zu erweitern. Oder mehr Zeit für die originäre Patientenbetreuung zur Verfügung zu haben.

Bemerkenswert ist, dass sich vor allem die Hausärzte nach der aktuellen Zi-Erhebung als Arbeitgeber für Mediziner-Kollegen hervortun, sie führen die Liste an. Ob die zunehmende Anstellung in den Hausarztpraxen eine Antwort auf den Ärztemangel ist, wird zwar nicht erörtert.

Das Angestelltenverhältnis ist aber sicherlich eine gute Chance, um jungen Ärzten die Tätigkeit als Hausarzt schmackhaft zu machen. Und ihnen so einen schrittweisen Übergang in die eigene Niederlassung zu ermöglichen. - Eine Werbekampagne mit viel Potenzial!

Lesen Sie dazu auch: 24 Fachgruppen im Vergleich: So viel verdienten niedergelassene Ärzte

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