Bundesweites Infektionsmonitoring

Notaufnahmesurveillance: RKI-Dashboard nun täglich aktualisiert

RKI und AKTIN-Notaufnahmeregister ermöglichen jetzt tägliche Infektionsberichte aus 48 Notaufnahmen und stärken somit Infektionsüberwachung für ganz Deutschland.

Veröffentlicht:

Berlin/Aachen/Magdeburg. Infektionswellen frühzeitig erkennen – mit diesem Ziel stellt das in Magdeburg und Aachen entwickelte AKTIN-Notaufnahmeregister dem Robert Koch-Institut (RKI) täglich anonymisierte und standardisierte Routinedaten aus 48 Notaufnahmen zur Verfügung. Seit Ende Januar erfolgt nun die tagesaktuelle Veröffentlichung dieser Daten im Rahmen des Notaufnahmesurveillance-Dashboards des RKI. In umfassenden Analysen werden demnach Informationen zu Infektionsmustern, ausgewählten Infektionskrankheiten und deren Symptome dargestellt. Dadurch könnten Gesundheitsbedrohungen frühzeitig erkannt, Ressourcen effizienter genutzt und präzise Maßnahmen geplant werden, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch heißt.

Professor Felix Walcher, medizinisch-wissenschaftlicher Leiter des AKTIN-Registers und Direktor der Universitätsklinik für Unfallchirurgie in Magdeburg, hebt die Bedeutung der kontinuierlichen Darstellung aktueller Infektionsdaten hervor: „Die tagesaktuelle Darstellung von Infektionsdaten aus Notaufnahmen ist entscheidend für eine effektive Überwachung und Bekämpfung von Infektionserkrankungen. Gesundheitsbehörden, Forschende und die Öffentlichkeit profitieren davon, um frühzeitig auf Ausbrüche reagieren zu können und präventive Maßnahmen zu ergreifen.“

Bereitgestellt werden die Daten über die AKTIN-Infrastruktur, die im Institut für Medizinische Informatik der RWTH Aachen unter der Leitung von Professor Rainer Röhrig, entwickelt wurde und dort fortlaufend weiterentwickelt wird. An diese Infrastruktur sind aktuell 48 Notaufnahmen aus allen Versorgungsstufen angeschlossen und liefern über das AKTIN-Notaufnahmeregister die Daten für das Dashboard der Notaufnahmesurveillance des RKI. Diese Daten enthalten Informationen über die Häufigkeit verschiedener Infektionskrankheiten wie COVID-19, akute Atemwegserkrankungen sowie Magen-Darm-Infektionen. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion von Gilead Sciences beim DÖAK 2025 von links: Dr. Nazifa Qurishi, Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie, Gemeinschaftspraxis Gotenring Köln; Kelly Cavalcanti, HIV-Aktivistin und Referentin für Gesundheit und Empowerment, Köln, und Martin Flörkemeier, Senior Director Public Affairs, Gilead Sciences, München

© Gilead

Unternehmen im Fokus

HIV-Versorgung: Vertrauen in unruhigen Zeiten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Atemwegserreger

RSV-Welle hat begonnen

Tipps fürs Patientengespräch

Wie Sie schwierigen Patienten den Wind aus den Segeln nehmen

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten