Praxisführung

Österreichs Ärzte sollen es an der Ostsee richten

SCHWERIN (di). Österreichischen Ärzten soll die Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern erleichtert werden. Ziel ist, dass Ärzte aus dem Alpenstaat offene Stellen an der Ostsee besetzen.

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"Ärzte aus Österreich sind in den Krankenhäusern unseres Landes und auch als niedergelassene Ärzte sehr willkommen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Erwin Sellering. Er unterzeichnete zusammen mit Dr. Walter Dorner, dem Präsidenten der österreichischen Ärztekammer, ein von der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) initiiertes Kooperationsabkommen, das Kommunikation, Wissensaustausch und gegenseitige Unterstützung vorsieht. Die Bürokratie soll auf ein "unvermeidbares Mindestmaß" reduziert werden.

Bürokratie soll stark reduziert werden.

Sellering erwartet, dass die Vereinbarung dazu beitragen wird, die Patientenversorgung in seinem Bundesland zu verbessern. Nach Angaben der KGMV sind in den beiden vergangenen Jahren insgesamt 26 österreichische Ärzte nach Mecklenburg-Vorpommern vermittelt worden. Für das laufende Jahr lägen zahlreiche Bewerbungen aus dem Nachbarland vor - durch das Kooperationsabkommen erwartet die KGMV eine weiter steigende Nachfrage.

In Österreich werden derzeit mehr Mediziner ausgebildet, als freie Stellen vorhanden sind. Für die Weiterbildung muss der frisch examinierte Nachwuchs zum Teil lange warten. In Mecklenburg-Vorpommern dagegen sind 110 Hausarztstellen frei und 160 Arztstellen fast aller Fachrichtungen in Krankenhäusern zu besetzen. Den Ärzten aus Österreich wird in Aussicht gestellt, ohne Wartezeit mit der Weiterbildung in Mecklenburg-Vorpommern beginnen zu können. Neben Österreichern sind auch viele polnische Ärzte in den Kliniken an der Ostsee angestellt.

Für eine Niederlassung im Nordosten konnte sich bislang erst ein Arzt aus Österreich entscheiden, dieser ist inzwischen aber in seine Heimat zurückgekehrt. KGMV-Geschäftsführer Wolfgang Gagzow informiert die Interessenten aus Österreich auch über die Möglichkeiten im ambulanten Sektor.

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