Wirtschaft

Pharmaexporte auch während Corona-Krise auf Hochtouren

Von Konjunktureinbruch keine Spur: Gegen den allgemeinen Trend legt die Pharmabranche zu.

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Wiesbaden. Die bundesdeutschen Arzneimittelhersteller sind traditionell stark im Export. Das hat sich auch in der Coronakrise nicht geändert. Im Gegenteil. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, konnte die Branche in den Monaten März, April und Mai – also der heißen Phase der Pandemie – ihre Ausfuhrtätigkeit sogar noch weiter steigern. Nach Wert hätten die Pharma-Ausfuhren gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 14,3 Prozent auf 22,1 Milliarden Euro zugelegt. In gesamtwirtschaftlicher Perspektive seien die Exporte dagegen um 22,6 Prozent eingebrochen.

Im März hätten die Pharmafirmen mit Ausfuhren für 8,2 Milliarden Euro (+27,8 Prozent) sogar „einen neuen Rekordmonatswert“ erreicht. Im selben Monat sei aber auch der Inlandsumsatz der Branche besonders stark – um 20 Prozent zu März 2019 – gestiegen, weil sich die Apotheken am Anfang des Lockdowns bevorratet hatten.

Nachdem auch die Pharma-Einfuhren im März deutlich zugelegt hatten, hielt sich die Außenhandelsbilanz der drei Berichtsmonate mit 6,7 Milliarden Euro Überschuss nahezu auf dem Niveau des Vergleichszeitraums 2019 (6,4 Mrd. Euro).

Wie bereits kurz berichtet, exportierten deutsche Hersteller 2019 pharmazeutische Vor-, Zwischen- und Fertigprodukte für 81 Milliarden Euro, währen sich die Einfuhren auf 53 Milliarden Euro beliefen. Binnen zehn Jahren hat sich damit der Exportüberschuss der Wirkstoff- und Arzneimittelhersteller von 12,8 Milliarden Euro (2009) auf zuletzt 27,6 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Wichtigste Absatzmärkte waren den Behördenangaben zufolge die USA (13,8 Milliarden Euro Exportumsatz) vor den Niederlanden und der Schweiz. Größtes Herkunftsland für Pharma-Einfuhren nach Deutschland sei wertmäßig mit 8,6 Milliarden Euro die Schweiz gewesen. 58 Prozent seiner Pharma-Einfuhren beziehe die BRD aus der EU, heißt es weiter. „Aus China und Indien zusammen werden lediglich 1,4 Prozent der Pharmazeutika bezogen.“ (cw)

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