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Praxen und Firmen buhlen um Auszubildende

NEU-ISENBURG (reh). Ausbildungsbetriebe - auch Arztpraxen - reißen sich derzeit um Schulabgänger. Der Grund: Sie wollten wegen des drohenden Fachkräftemangels gute Bewerber frühzeitig an sich binden, heißt es vom Bundesverband der freien Berufe (BfB).

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Bis Ende Mai zählten die Industrie- und Handelskammern rund 149.000 neue Ausbildungsverträge fürs kommende Lehrjahr. 13 Prozent mehr als im Mai 2010, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, dem "Handelsblatt".

Doch die Freiberufler sind nicht weniger aktiv: Der BfB kann bereits für Ende April 10.000 Ausbildungsverträge für das erst im Herbst beginnende Lehrjahr vermelden.

Vermehrt neue Ausbildungsverträge im Frühjahr abgeschlossen

Da bei den freien Berufen anders als bei den Industrie- und Handelsbetrieben die Ausbildungsdaten nur vierteljährlich von den Freiberuflern eingefordert würden, könnten aktuellere Zahlen derzeit nicht vorgelegt werden, erklärt BfB-Pressesprecherin Petra Kleining.

Aber, das sei aus den bisherigen Daten zu sehen, auch die Ärzte würden diesem Trend folgen und hätten vermehrt bereits im Frühjahr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Allerdings, da sind sich DIHK-Präsident und BfB einig: Es handelt sich hier eher um einen Vorzieheffekt. Angesichts der rückläufigen Schulabgängerzahlen würden heute deutlich früher die Fühler nach den besten Auszubildenden ausgestreckt.

Dass deshalb die Zahl der Ausbildungsstellen erheblich steigt, glauben BfB und auch DIHK nicht.

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