Praxis-EDV

Praxis-EDV: Große Unterschiede beim Service

FRANKFURT/MAIN (ine). Beim Service gibt es bei den Praxis-EDV-Anbietern noch große Unterschiede. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Beratungsunternehmens HCC Better Care unter Ärzten. Vielen Anwendern ist wichtig, dass beispielsweise die Hotline in Notfällen gut erreichbar ist.

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EDV-Programme müssen, je nach Praxis, ganz unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Die Mitarbeiter von HCC Better Care in Köln haben für die Umfrage 2009 - sie läuft in diesem Jahr gerade zum siebten Mal - 1120 Fragebögen ausgewertet, die Ärzte im Anschluss an Seminare oder im Internet ausgefüllt hatten.

"Wir haben dazu das gesamte vergangene Jahr fortlaufend Daten gesammelt", sagt Frank Runte von HCC Better Care. Die Anwender konnten zu Kriterien wie Anwenderfreundlichkeit, Anschaffungs- und Unterhaltskosten Schulnoten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft) vergeben. Die drei Besten bekommen ein Zertifikat, der Gewinner soll eine goldene Tastatur erhalten. In die Wertung kamen nur Programme, bei denen es in der Umfrage genügend Rückläufer gegeben hatte. Auf diese Weise fiel zum Beispiel Vorjahressieger EL von Softland aus der Wertung.

Duria schnitt mit einer Note von 1,7 zum Thema Zufriedenheit am besten ab, gefolgt von TurboMed (CompuGROUP), Quincy (Frey ADV), S3 und MCS. Auf weiteren Plätzen liegen die DOCexpert-Gruppe, Medistar, Albis, M1 und, wie im vergangenen Jahr auch, David (alle vier CompuGROUP) mit einer Note von 2,7.

"Bei der Hotline-Erreichbarkeit gibt es große Unterschiede bei den Bewertungen", sagt Runte. Das genossenschaftlich organisierte Softwarehaus Duria schnitt mit der Note 1,45 bei weitem am besten ab, am hinteren Ende der Notenskala liegen mit einer Note von 3,2 Medistar, M1 und Turbomed. Ein weiterer Schwachpunkt, so Runte, zeigte sich beim Regionalsupport. Duria bekam von den Anwendern die Note 1,8 bescheinigt. Am schlechtesten schnitt mit einer Note von 3,1 Albis ab.

Wenn es um die Kosten für Anschaffung und Unterhalt von EDV-Systemen geht, sind Ärzte kritisch. Nur ein "befriedigend" bekamen Albis, David, die DOCexpert-Gruppe, M1 und MCS etwa beim Thema Unterhalt. Medistar bekam sogar eine 3,7. "Preis und Leistung müssen übereinstimmen", sagt dazu Runte: "Praxischefs schauen da sehr genau hin." Punkten konnten Duria (1,9) und Turbomed (2,1). Quincy und S3 bekamen von den Ärzten ein "gut" bescheinigt.

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