Forschungsergebnisse

Telemedizin "wichtiger Stellhebel für die Versorgung"

Die Studie TIM-HF2 zum Telemonitoring bei Herzinsuffizienz befeuert die Diskussion um den Einsatz der Telemedizin in der Regelversorgung.

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BERLIN. Telemedizin sollte bald den Weg in die breite Versorgung finden. Diese Forderung leitet das Bundesforschungsministerium (BMBF) aus den Ergebnissen der Fontane-Studie (TIM-HF2) ab, die am Montag an der Berliner Uniklinik Charité offiziell vorgestellt wurden.

Der parlamentarische BMBF-Staatssekretär Thomas Rachel zeigt sich von den Studienergebnissen überzeugt. "Hier konnte ein herausragender Erfolg der Telemedizin belegt werden", so Rachel.

Der Studie unter Leitung von Professor Friedrich Köhler von der Charité zufolge senkt die Fernbetreuung in einer sorgfältig ausgewählten Patientengruppe die Gesamtsterblichkeit und spart Klinikaufenthalte unabhängig vom Alter und Wohnort der Patienten.

"Die Forschungsergebnisse ebnen damit den Weg für den breiten Einsatz von Telemedizin in Deutschland, sodass hoffentlich bald alle Betroffenen von einer besseren Behandlungsqualität profitieren können", so Rachel am Montag.

Auch die Krankenkassen, die für die Studie Versichertendaten zur Verfügung gestellt hatten, zeigen sich von den Ergebnissen überzeugt.

Dr. Werner Wyrwich von der AOK Nordost sieht sich durch die Ergebnisse in der Überzeugung bestätigt, "dass die Telemedizin die Qualität der Versorgung steigert und die Patienten länger zu Hause betreut werden können".

Die Kasse setzt auf telemedizinische Ansätze als "wichtigen Stellhebel", um eine verlässliche Versorgung vor allem in ländlichen Regionen zu gestalten.

Als "unverzichtbaren Bestandteil einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung" bewertet Barmer-Vorstandsmitglied Dr. Mani Rafii telemedizinische Anwendungen, die so passgenau ausgewählt sind wie bei der Fontane-Studie in Brandenburg und Berlin.

Aus der Studie leitet er die Forderung nach einer zielgenaueren medizinischen Versorgung von Herzpatienten in Deutschland ab. Er kündigte in diesem Zusammenhang neue Einzelverträge der Barmer an. (ami)

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