Diagnostika

Thermo Fisher kommt bei Qiagen nicht zum Zuge

Der Diagnostika-Hersteller Qiagen bleibt vorerst selbstständig. Der geplante Verkauf an Thermo Fisher kommt nicht zustande.

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Hilden/Waltham. Die geplante milliardenschwere Übernahme des deutschen-niederländischen Biotechnologie- und Gendiagnostikunternehmens Qiagen durch den US-Technologiekonzern Thermo Fisher ist geplatzt.

Wie die US-Amerikaner am Donnerstag mitteilten, wurden nicht genügend Papiere angedient. Das Übernahmeangebot war am 10. August um Mitternacht ausgelaufen, bis dahin war die Offerte den Angaben zufolge lediglich für 47,02 Prozent des ausstehenden Qiagen-Aktienkapitals angenommen worden. Damit seien die Übernahmebedingungen nicht erfüllt, hieß es.

Aufbesserung des Angebots reichte nicht

Um seine Chancen bei der Übernahme zu verbessern, hatte Thermo Fisher noch Mitte Juli sein Angebot von 39 auf 43 Euro je Qiagen-Aktie angehoben. Zudem war die Annahmeschwelle von 75 auf 66,67 Prozent der Qiagen-Anteile gesenkt worden. Weil der Deal nun platzt, muss Qiagen die vereinbarte Vertragsstrafe von 95 Millionen US-Dollar (ca 81 Mio Euro) an Thermo Fisher zahlen.

Beide Gesellschaften hatten die Übernahme im März angekündigt. Vorstand und Aufsichtsrat von Qiagen hatten die Annahme des Angebots empfohlen.

Qiagen mit Zentrale in Hilden hatte im zweiten Quartal wegen der rauschenden Nachfrage nach Corona-Tests Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Die Nettoerlöse seien um 16 Prozent auf 443,3 Millionen US-Dollar gestiegen. Währungsbereinigt betrug das Plus 19 Prozent. Das operative Einkommen verdoppelte sich fast auf 118,7 Millionen Dollar. Unter dem Strich legte der Gewinn um 101 Prozent auf 89,8 Millionen Dollar zu. (dpa)

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