Recht

Überstunden ändern nichts an der Regelarbeitszeit

Veröffentlicht:

ERFURT (fl). Auch langjährige Überstunden einer in Teilzeit beschäftigten Arzthelferin führen nicht zu einem Gewohnheitsrecht. Sie kann daraus insbesondere keinen Anspruch auf eine längere Regelarbeitszeit ableiten.

Das lässt sich aus einem kürzlich schriftlich veröffentlichten Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in Erfurt ableiten. Im verhandelten Fall hatte ein Lagerverwalter neben seiner normalen Arbeitszeit 18 Jahre lang zusätzlich Schließdienstaufgaben übernommen. Diese hatte er als Überstunden vergütet bekommen.

Nach einer betrieblichen Neuorganisation sollte er die Zusatzaufgabe nicht mehr wahrnehmen. Der Arbeitnehmer meinte jedoch, dass ein Gewohnheitsrecht entstanden sei. Dem widersprach das BAG: Die Annahme, dass die vertraglich festgelegte Arbeitszeit sich erhöhe, setzte "entsprechender Erklärungen" von Arbeitnehmer und Arbeitgeber voraus.

Az.: 5 AZR 133/08

Mehr zum Thema

Kommentar zum Datenschutz

BSG zur Gesundheitskarte: Wohltuender Pragmatismus

Datensicherheit

Erfolglose Klage gegen elektronische Gesundheitskarte

Paragraf 219a StGB

Abruptio: „Fake News erlaubt, Information verboten“

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Organspendeausweis: Mehr Bürger sollen sich Gedanken machen über die Möglichkeit der Organ- und Gewebespende.

Reformpläne geraten ins Stocken

Organspende: Großer Bedarf an Aufklärung, aber kaum Geld