Telekardiologie

VKB kooperiert mit digitalem Herzzentrum

Ein PKV-Anbieter setzt auf telekardiologische Leistungen für seine Kunden. So will er verhindern, dass sie zu Internet-Giganten abwandern.

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Herr bedient ein Tablet.

Versicherte der Versicherungskammer Bayern (VKB) haben Zugang zur App von Iatros, die bei Bluthochdruck helfen soll.

© Rostislav Sedlacek / stock.adobe.com

Köln. Um Versicherte mit Bluthochdruck zu unterstützen, kooperiert die Versicherungskammer Bayern (VKB) mit dem Unternehmen Iatros. Iatros wurde 2019 in München als digitales Herzzentrum gegründet. Das App-basierte Programm des Start-ups beinhaltet unter anderem Sporteinheiten, Ernährungspläne und die Erinnerung an Medikamenteneinnahmen. Außerdem können Blutdruckmessgeräte mit der App verbunden werden. Bei auffälligen Werten oder Fragen können die Nutzer direkt über die App einen Termin mit den Teleärzten von Iatros vereinbaren.

Versicherte bei den Krankenversicherern Bayerische Beamtenkrankenkassen und Union Krankenversicherung, die beide zum VKB-Konzern gehören, erhalten kostenlos Zugang zur App. Durch das individuell zugeschnittene Therapie- und Coaching-Programm könnten die Patienten ihren Blutdruck nachhaltig senken, sagt der Kardiologe und Mitgründer von Iatros Dr. Georges von Degenfeld. „Und das mit möglichst wenig Medikamenten.“ Zunächst testet die VKB das Programm für neun Monate, um zu sehen, wie es angenommen wird. „Bei positivem Verlauf werden wir es in unser Portfolio fest übernehmen“, sagt ein VKB-Sprecher.

Für Versicherer wird es immer wichtiger, ihren Kunden Zusatzleistungen anzubieten. Zum einen können sie Kosten senken, wenn die Versicherten weniger krank werden. Zum anderen müssen sie für Versicherte im Alltag relevant sein, damit sie die Kundenschnittstelle nicht an andere Unternehmen wie Google oder Amazon verlieren. Deswegen haben auch andere Versicherer Programme für Bluthochdruck im Angebot. Die VKB kooperiert zudem mit dem Anbieter für Diabetes-Managementprogramme mySugr. (noe)

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