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Kommentar – Unverständlich

Warum die Telemedizin in Deutschland nur zögerlich ankommt

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:

Die Telemedizin entwickelt sich schneller, wo die Wege in die Arztpraxen oder Kliniken weit und schwer zu bewältigen sind. Australier zum Beispiel haben deshalb wenig Berührungsängste, wenn es um psychotherapeutische Behandlungen per Internet geht. Auch Schweden und Finnen sind vorne mit dabei.

Aber es funktioniert auch in Mitteleuropa. In den Niederlanden und Großbritannien nutzen Therapeuten wie selbstverständlich das Internet zur Behandlung.

Die Schwerfälligkeit im Umgang mit der Telemedizin in Deutschland erschließt sich daher nicht auf den ersten Blick. Die Wege zur Versorgung sind kurz.

Dennoch scheuen viele Menschen mit seelischen Leiden den Gang in die therapeutische Praxis. Für den Agoraphobiker wäre ja schon das der Therapieerfolg schlechthin. Er bräuchte allerdings einen Einstieg. Warum nicht per Internet?

Da die psychotherapeutische Versorgung ohnehin auf Kante genäht ist, sind Erleichterungen bei der Fernbehandlung überfällig. Die Bedächtigkeit der Politik hat aber auch etwas Gutes: Zunächst muss jemand sowohl für Ärzte als auch Patienten eine Schneise in den wuchernden Wildwuchs an Angeboten schlagen.

Klar verständliche Qualitätsstandards müssen her. Auch für die Abrechnung gibt es noch keine Regeln.

Lesen Sie dazu auch: Keine Wartezeit, weniger Scham: Online-Therapie klopft an die Tür zur Regelversorgung

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