Tote Medizinstudentin

Zielfahnder suchen Mörder

Die Nachricht hat vor einem Jahr die Unimedizin in Göttingen aufgeschreckt: Eine israelische Medizinstudentin lag tot in ihrer Wohnung. Nach dem mutmaßlichen Mörder fahndet die Polizei immer noch.

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Versiegelte Wohnungstür der Studentin vor einem Jahr: Der Mörder wird immer noch gesucht.

Versiegelte Wohnungstür der Studentin vor einem Jahr: Der Mörder wird immer noch gesucht.

© Stefan Rampfel / dpa

GÖTTINGEN. Ein Jahr nach dem Mord an einer Medizinstudentin in Göttingen ist der mutmaßliche Täter noch immer nicht gefasst.

Bislang hätten die Zielfahnder den Aufenthaltsort des Tatverdächtigen nicht ermitteln können, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen.

Die aus Israel stammende Medizinstudentin Oshrit H. war am 21. Dezember 2011 tot in ihrem Studentenappartement aufgefunden worden. Die Obduktion ergab damals, dass die 26-Jährige erstickt worden war.

Dringend tatverdächtig ist ein aus Syrien stammender 25-jähriger Kommilitone der Getöteten. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus.

Der Medizinstudent hatte sich nach den Erkenntnissen der Ermittler noch vor der Entdeckung der Gewalttat ins Ausland abgesetzt. Nach ihm wird seitdem mit internationalem Haftbefehl gefahndet.

Die Polizei hatte zunächst Hinweise darauf, dass sich der Flüchtige im Grenzgebiet der Türkei und Syriens aufhalten könnte. Die Fahndung werde allerdings durch die aktuelle politische Situation in der Region erschwert, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der Tatverdächtige war ebenso wie die Ermordete zum Medizinstudium nach Göttingen gekommen. Beide befanden sich im 7. Semester.

Im Zuge ihrer Ermittlungen hatte die Polizei auch die Göttinger Wohnung des 25-Jährigen durchsucht und diverse Spuren gesichert. (pid)

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