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MSD Gesundheitspreis

Zweitmeinungsprojekt Hodentumoren überzeugt Jury

Der MSD-Gesundheitspreis ehrt wieder innovative Versorgungsansätze, die Nachahmer finden sollen.

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HAAR. Das Zweitmeinungsnetzwerk Hodentumoren ist als Gesamtsieger aus dem diesjährigen MSD-Gesundheitspreis hervorgegangen, der am Mittwoch in Haar verliehen wurde. Das Pharmaunternehmen MSD würdigt mit der Auszeichnung wegweisende Versorgungsprojekte. Aus 64 Bewerbungen hat eine prominent besetzte Jury sieben Versorgungsprojekte ausgewählt und mit einem Preisgeld von insgesamt 110.000 Euro geehrt.

Das "Nationale Zweitmeinungsprojekt Hodentumor", das auch den Preis in der Kategorie medizinische oder organisatorische Breakthrough Innovation / Leuchtturmprojekt erhielt, ist ein Online-Konsiliarsystem, mit dem sich Urologen bei der Therapieplanung von einem spezialisierten Zweitmeinungszentrum beraten lassen können.

Auf den zweiten Platz wählte die Jury elVi – die elektronische Visite der MuM – Medizin und Mehr eG. elVi hilft Pflegekräften in Pflegeheimen bei Bedarf jederzeit Ärzte verschiedener Fachrichtungen per Videosprechstunde zu konsultieren. Rang 3 teilten sich zwei Projekte: Das Universitätsklinikum Frankfurt punktete mit seinem "Patient Blood Management", ein Konzept, wie Blutverluste in Kliniken so weit wie möglich vermieden werden können. Zwar sei Blut ein vergleichsweise günstiges Produkt, aber es gebe bei Bluttransfusionen zum Beispiel auch Sicherheitsrisiken.

Für eine ebenso gute Idee erachtete die Jury das Qualitätsmanagement-Projekt "Sepsisdialog" der Klinik für Anästhesiologie der Unimedizin Greifswald ein. Dessen Ziel: die Sterblichkeit bei Sepsis zu reduzieren. Dies ist den Greifswaldern auch gelungen: Seit Beginn des Projektes konnte die Sterblichkeit um 20 Prozent reduziert werden. Das Sepsis-Projekt konnte auch bei den Patienten punkten, die den Greifswaldern online über 4800 Stimmen schenkten, was den zusätzlichen Gewinn des Publikumspreises bedeutete.

Der diesjährige Sonderpreis in der Kategorie E-Health/Digitalisierung ging an den Verein zur Förderung der Telemedizin in der Hämostaseologie und die IT-Managementberatung Rösch & Associates für das digitale Tagebuch "smart medication" für Hämophiliepatienten. Der Sonderpreis in der Kategorie Community Medicine/Arztnetze ging an den Caritasverband Hannover für seine Straßenambulanz. Die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München gewann den Sonderpreis der Kategorie Stärkung der Patientenbeteiligung/Adhärenz.

"Wir hoffen, dass der MSD Gesundheitspreis einen Beitrag leisten kann, dass die vielen guten Ideen in diesem Land auch wirklich umgesetzt werden, Nachahmer und Mitstreiter finden, um so letztlich die Menschen in diesem Land ein Stückchen gesünder zu machen", erklärte Dr. Susanne Fiedler, Managing Director von MSD Deutschland, anlässlich der Preisverleihung. (ato)

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