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apoBank konzentriert sich auf das Kerngeschäft

DÜSSELDORF (ger). Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) blickt auf das schwärzeste Jahr ihrer Geschichte zurück. 2009 hat die Bank erstmals rote Zahlen geschrieben und wird ihren Mitgliedern keine Dividende ausschütten. Mit dem Jahresabschluss 2009 hofft das Institut aber nun, die Finanzkrise verdaut zu haben.

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"Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende", sagte Vorstandssprecher Herbert Pfennig, der am Donnerstag den Jahresabschluss der Bank präsentierte. Das abgelaufene Geschäftsjahr habe die Bank dazu genutzt, die Risiken zu identifizieren, das Portfolio an Finanzinstrumenten zu reduzieren, und umfangreiche Risikovorsorge zu treffen.

Das Ergebnis dieser Strategie sei ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 283,1 Millionen Euro nach einem Überschuss von 60 Millionen Euro im Vorjahr. Kräftig ins Kontor hat 2009 vor allem die mehr als verdoppelte Risikovorsorge geschlagen - sie stieg von 244 Millionen Euro auf gut 588 Millionen Euro. "Mit diesem Jahresabschluss können wir nun aber einen Schlussstrich unter das Thema strukturierte Finanzprodukte ziehen und auf neuer Basis durchstarten", sagte Pfennig. Auch die Eigenkapitalbasis der apoBank hat sich nach seinen Angaben stabilisiert.

Erfreulich sei, so Pfennig, dass das operative Geschäft der apoBank auch 2009 wieder "sehr gut gelaufen ist", so Pfennig. Die Zahl der Kunden habe sich nochmals um 14  000 auf 333  000 erhöht, das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge sei das höchste in der Geschichte der Bank (317,8 Millionen Euro). Diese positive Entwicklung hat sich auch im ersten Quartal 2010 fortgesetzt. Im laufenden Jahr will die Bank wieder Gewinn machen, und die Mitglieder der Genossenschaftsbank sollen auch eine Dividende erhalten. Gerade für eine Genossenschaftsbank sei diese Zahl "emotional schwer zu verarbeiten", sagte Pfennig. Die apoBank wolle sich nun "ganz konsequent auf ihr Kerngeschäft fokussieren". Dafür solle die Vertriebsoffensive auch in diesem Jahr weiter fortgesetzt werden. Die Vertriebsmannschaft werde nochmals um 45 Mitarbeiter aufgestockt, in Heidelberg, Tübingen und Berlin-Mitte würden neue Geschäftsstellen eröffnet. Eine Kreditklemme, betonte Pfennig, habe es bei der Bank auch in der schwierigen Zeit nicht gegeben. Erstmals habe die Höhe der Neuausleihungen im Kreditgeschäft mehr als vier Milliarden Euro erreicht. Der Zinsüberschuss bildet nach Angaben Pfennigs mit gut 618 Millionen Euro die Hauptertragsquelle der Bank. Dennoch sieht Pfennig bei Neuinvestitionen in Praxen eine gewisse "Zurückhaltung" aufgrund der Unsicherheit in der Krise.

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