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Viele Patienten bagatellisieren COPD-Symptome

MÜNCHEN (wst). Zwei Drittel der Patienten mit chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) sind sich ihrer schweren Krankheit bewußt. Aber ein Drittel bagatellisiert die Krankheit, wie eine Befragung von 1100 COPD-Patienten in Europa und den USA ergeben hat.

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Die Telefoninterviews waren vom Unternehmen Psyma International Medical Marketing Research GmbH vorgenommen worden. Die Befragten hatten seit mindestens zwei Jahren vier typische COPD-Symptome wie Kurzatmigkeit, Husten, grünen Auswurf oder häufige Atemwegsinfektionen, wie der Medizinsoziologe Matthias Fargel von dem Unternehmen aus Rückersdorf bei Nürnberg berichtet hat. Sie waren deswegen seit mindestens zwölf Monaten in ärztlicher Behandlung.

Die COPD-Anamnese reichte im Mittel 14 Jahre zurück. Von den ersten Atemwegsbeschwerden bis zur Diagnose COPD waren im Mittel 3,3 Jahre vergangen. "Vor allem rauchende COPD-Patienten verbergen zu Beginn der Erkrankung die Beschwerden vor ihrem Arzt", sagte Fargel dazu auf einer Pressekonferenz des Unternehmens Bayer zum Antibiotikum Moxifloxacin (Avalox®) in München.

Durchschnittlich drei Monate im Jahr haben COPD-Patienten Exazerbationen mit Zunahme vor allem von Husten, Auswurf, Kurzatmigkeit und Erschöpfung, so ein weiteres Ergebnis der Befragung. Die Exazerbationen verteilen sich dabei im Mittel auf zehn Episoden pro Jahr von neun bis zehn Tagen Dauer.

Zwölf Prozent der Befragten waren schon einmal COPD-bedingt stationär behandelt worden. Im Mittel hatte jeder Patient sechsmal in den letzten 12 Monaten einen Arzt konsultiert. 66 Prozent (von den 200 deutschen Patienten 47 Prozent) hatten während der letzten Exazerbation ein Antibiotikum bekommen.

17 Prozent der Befragten befürchten, in absehbarer Zeit an COPD zu sterben oder zumindest schwer behindert zu werden. 46 Prozent betrachteten ihre COPD als ernsthafte Erkrankung, die aber medikamentös in Schach gehalten werden kann, 34 Prozent bagatellisierten die Krankheit. Gut ein Drittel der Patienten rauchte denn auch noch zum Zeitpunkt der Befragung.

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