Lungensport stoppt Teufelskreis bei COPD

FRANKFURT AM MAIN (cin). Mit Lungensport können COPD-Kranke ihre Lungenfunktion verbessern. Das belegen neue Studiendaten. "Es ist unsere Aufgabe, Patienten darüber aufzuklären und sie zum Sport zu motivieren", sagte Professor Joachim Bargon aus Frankfurt am Main zur "Ärzte Zeitung".

Veröffentlicht:

Wie wichtig Körpertraining für COPD-Kranke ist, bestätigen die Ergebnisse einer kleinen Studie bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer COPD. Ein Jahr lang hatten sieben Patienten einmal pro Woche 90 Minuten Lungensport, etwa leichtes Ausdauer- und Krafttraining, gemacht. Vor und nach dem Programm wurde der exspiratorische Spitzenfluss (PEF) bestimmt. Zehn weitere Studienteilnehmer nahmen nicht an dem Sportprogramm teil.

Ergebnis: Die Sport treibenden COPD-Patienten verbesserten ihre PEF im Schnitt um zehn Prozent (von 301 auf 324 l/min). Bei den Teilnehmern, die keinen Sport machten, verschlechterten sich die Werte dagegen um durchschnittlich neun Prozent (von 287 auf 261 l/min).

"Die Fallzahlen sind zwar etwas klein, weil wir unsere Lungensportgruppe erst vor drei Jahren eröffnet haben", erklärte der Chefarzt des St. Elisabethen Krankenhauses. Aber das Ergebnis sei hoch signifikant.

"Lungensport macht es möglich, den Kreislauf der COPD zu unterbrechen: Durch die Luftnot bewegen sich die Patienten wenig. Das führt zu Konditionsmangel, was wiederum in verstärkter Luftnot mündet", so Bargon. Kollegen haben die wichtige Aufgabe, ihre Patienten darauf hinzuweisen, dass medikamentöse Therapie zwar ihre Symptome bessert, Lungensport hingegen ihre Prognose - und ihnen das spezielle Sportprogramm zu empfehlen. Denn schon einmal wöchentliches Training fördert nach Erfahrungen von Bargon oft die Motivation, sich mehr zu bewegen.

Weitere Informationen über Lungensport und Lungensportgruppen in Deutschland gibt es im Internet unter: http://www.lungensport.org/

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Volle Fahrt für Lungensportgruppen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Metabolomics

Asthma: Künftig Bluttest zur Vorhersage von Exazerbationen?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Abb. 1: Risikoreduktion durch Bempedoinsäure gegenüber Placebo in der CLEAR-Outcomes-Studie für den primären 4-Komponenten-Endpunkt (A) und den sekundären 3-Komponenten-Endpunkt (B) stratifiziert nach Diabetes-Status

© Springer Medizin Verlag

Diabetes mellitus

Bempedoinsäure: Benefit für Hochrisiko-Kollektive

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

NutriNet-Santé-Studie

Viel Konservierungsstoffe in der Nahrung – erhöhtes Krebsrisiko?

Datenanalyse

Demenzschutz durch Zosterimpfung: Studie liefert erneut Hinweise

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten