Ärzte Zeitung, 13.04.2017

Makula-Dystrophie: Punktmutation identifiziert

OLDENBURG. Die Makula-Dystrophie, bei der die Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut des Auges erkrankt ist, lässt sich auf eine Punktmutation zurückführen, teilt die Universität Oldenburg mit. Wissenschaftler um die Biochemiker Professor Karl-Wilhelm Koch und Farina Vocke haben diese Veränderung des Erbguts identifiziert und genauer untersucht (Hum Mol Genet 2017; 26(1):133-144).

Das Gen enthalte den Bauplan für ein Protein, das in den Zellen der Netzhaut vorkommt und wichtige Botenstoffe steuert. So werde unter anderem der lichtregulierte Botenstoff cyclo-GMP in den betroffenen Zellen unter physiologischen Bedingungen deutlich mehr produziert. Dies störe die Zellfunktionen signifikant, so die Mitteilung. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »