Diabetes

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Ärzte Zeitung, 06.05.2005

Bei Sportgruppen für Diabetiker hat Hamburg die Nase vorn

Kooperation von Ärzten und Sportvereinen / Geschulte Übungsleiter betreuen Patienten

HAMBURG (hbr). Wohnortnahe Sportangebote für Diabetiker werden dringend gebraucht. In Hamburg wird jetzt in dem Projekt "Diabetes und Bewegung" ein Netz von Bewegungsangeboten mit qualifizierten Übungsleitern geschaffen.

"Da in unseren Herzsportgruppen immer mehr Diabetiker auftauchten, lag es nahe, mit Ärzten und Sportvereinen ein Angebot für sie zu schaffen", so Dr. Hans-Hauke Engelhardt von "Herz InForm", der Arbeitsgemeinschaft Herz-Kreislauf in Hamburg. Die Arbeitsgemeinschaft beteiligt sich an der Ausbildung von Übungsleitern, verhandelt mit Kostenträgern und sorgt dafür, daß in den Kursen Blutzuckermeßgeräte, Traubenzucker, Medikamente und Notfallgeräte bereitstehen. Zehn Sportvereine beteiligen sich bislang. Sie bieten die Kurse an; um die Inhalte kümmert sich "Herz InForm".

Bis nächstes Jahr sollen 20 Bewegungsangebote über Hamburg verteilt erreichbar sein. Die regelmäßige Bewegung wirkt sich bei Diabetikern günstig auf Blutzucker, Lipidstoffwechsel und Fitneß aus.

Für den langfristigen Erfolg sei aber entscheidend, daß sie dort Mitbetroffene kennenlernen, so Engelhardt. Denn die Krankheit ist zwar der Grund, aktiv zu werden. Die Patienten blieben aber oft nur in den Gruppen, wenn sie dort Freunde träfen, sagte er bei den Diabetes-Aktionstagen "Gesünder unter 7" in Hamburg. Die Aktion von Sanofi-Aventis wird von der "Ärzte Zeitung" als Medienpartner unterstützt.

Bevor die Patienten sportlich aktiv werden, sollten sie eine Schulung absolviert haben. Sie müssen gelernt haben, angemessen auf Hypoglykämien zu reagieren.

Weiter Infos zu dem Angebot unter Tel.: 0 40 / 22 80 23 64

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