Ärzte Zeitung, 03.08.2009

Das Herz freut sich über jeden gesund gelebten Tag

Gesunder Lebensstil halbiert Herzinsuffizienz-Risiko

BOSTON(mut). Gesund zu leben ist nicht einfach, aber es lohnt sich. So wurde jetzt in zwei großen Studien eindrucksvoll dokumentiert: Wer sich viel bewegt, richtig ernährt und nicht raucht, hat gute Chancen, auch ohne Hypertonie und Herzinsuffizienz alt zu werden.

Das Herz freut sich über jeden gesund gelebten Tag

Foto: Sebastian Kaulitzki ©www.fotolia.de

Ein gesunder Lebensstil schützt vor Herzinfarkten und Hypertonie - das ist inzwischen gut belegt. In einer Studie bei 20 900 zu Beginn gesunden Ärzten haben US-Forscher nun auch gezeigt, dass ein gesundes Leben einer Herzinsuffizienz vorbeugt (JAMA 302, 2009, 394). Geschaut wurde nach sechs Lebensstilfaktoren: Nichtrauchen, BMI unter 25, mäßiger Alkoholkonsum (unter fünf Getränken pro Woche), körperliche Aktivität (mindestens fünfmal wöchentlich), gesundes Frühstück (etwa Müsli und Getreideprodukte) sowie hoher Obst- und Gemüsekonsum (mindestens vier Portionen pro Tag).

Innerhalb von 22 Jahren entwickelten 1200 Männer eine Herzinsuffizienz. Aus den Daten bestimmten die Forscher nun das Lebenszeitrisiko für die Erkrankung. Bei Männern, die sich mindestens an vier der günstigen Lebensstilfaktoren hielten, ergab sich ein Risiko von 10,1 Prozent, traf keiner der Faktoren zu, war das Herzinsuffizienz-Risiko mehr als doppelt so hoch (21,1 Prozent).

In einer weiteren Studie bei knapp 84 000 Frauen war die Hypertonie-Rate um 80 Prozent reduziert, wenn sie kein Übergewicht hatten, täglich 30 Minuten körperlich aktiv waren und sich gesund ernährten (JAMA 302, 2009, 401).

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Kaum Anreize für ein gesundes Leben

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Mehr Ausgaben zur Gesundheitsförderung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen erreicht – so viele wie nie zuvor. Doch es gibt auch Lücken. mehr »

Zahl der Abtreibungen zurückgegangen

2018 wird es wohl weniger Schwangerschaftsabbrüche geben als im Jahr zuvor, so eine Statistik. mehr »