Ärzte Zeitung, 20.06.2011

TIPP DES TAGES

Schwangere sollten seitlich schlafen

Ärzte sollten Hochschwangeren gegenüber den Rat bekräfitgen, möglichst nicht auf dem Rücken zu schlafen.

Was oft als Ammenmärchen abgetan wurde, belegt eine Hebammenausbilderin jetzt mit einer Studie: 72 Prozent der Teilnehmerinnen mit einer Fehlgeburt in der 28. Woche erinnerten sich, in der Nacht vorher beim Einschlafen und Aufwachen nicht seitlich gelegen zu haben.

In der Kontrollgruppe waren es nur 54 Prozent (BMJ online). Der Theorie zufolge drückt in Rückenlage der gravide Uterus auf die untere Hohlvene, wodurch Herzleistung und Blutdruck sinken. Folglich wird die Placenta schlechter durchblutet. Zusätzlich könnte eine Schlaf-Apnoe den Abort auslösen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[25.06.2011, 19:05:55]
Dr. Christian Pfersmann 
Alter Hut,aber wichtig
Schon in den 80iger Jahren,während meiner Ausbildung an der II Uni Frauenklinik in Wien haben wir penibel bei jeder Schwangeren die stationär aufgenommen war auf Seitenlage geachtet.
Ich sage das auch zu jeder meiner schwangeren Patientinnen,insbesondere in der Spätschwangerschaft.
Wenn man einmal nur ein Vena Cava Syndrom gesehen hat,scheint einem dieser einfache Rat nur allzu logisch! zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Reiseimpfungen 2018 – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

Mehr Trinken bringt kranken Nieren nichts

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion einen höheren Wasserkonsum nahezulegen, nützt nicht viel: Die Harnmenge nimmt etwas zu, doch die Nierenfunktion verbessert sich nicht. mehr »

Drogenbeauftragte möchte keine "Legalisierungsdiskussion"

Die Zahl der Rauschgiftdelikte steigt und steigt, wie die neueste Statistik des Bundeskriminalamts zeigt. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einer "Normalität" beim Konsum bestimmter Drogen. mehr »