Ärzte Zeitung, 24.08.2005

Zink kann Kinder in armen Ländern das Leben retten

LONDON/DHAKA (dpa). Eine wöchentliche Dosis Zink kann Kindern in Entwicklungsländern das Leben retten: Das Spurenelement schützt vor Lungenentzündung und Durchfall und senkt die Kindersterblichkeit.

Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern um Dr. Abdullah Brooks vom Zentrum für Gesundheits- und Bevölkerungsforschung in Dhaka in Bangladesh ("The Lancet", Online-Vorabveröffentlichung).

Die Hälfte von etwa 1600 Kindern zwischen zwei und zwölf Monaten, bekam wöchentlich zwei Teelöffel zinkhaltigen Sirup, die andere Placebo. Nach zehn Monaten wurden beide Gruppen miteinander verglichen. In der Zink-Gruppe war die Sterblichkeitsrate um 85 Prozent niedriger (zwei versus 14 gestorbene Kinder).

Zudem erkrankten die Kinder der Zinkgruppe seltener an Lungenentzündung, eitriger Mittelohrentzündung und Durchfall. Diarrhoe und Pneumonie verursachen jeweils ein Fünftel der jährlich fast elf Millionen Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren weltweit. Betroffen sind vor allem Entwicklungsländer.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Natürliche Cholesterinsenker" bei Statin-Intoleranz?

Nahrungsergänzungsmittel als "natürliche Cholesterinsenker" sind umstritten. Bei Patienten mit Statinunverträglichkeit können sie aber hilfreich sein. Was empfehlen Experten? mehr »

Bei der Digitalisierung viel Luft nach oben

Die KBV hat nachgefragt, was sich in Sachen Digitalisierung in den Arztpraxen schon getan hat. Fazit: Manches ist schon umgesetzt. Wo sind noch ungenutzte Chancen? mehr »

Forscher entdecken Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben

12.43Eine Pilotstudie hat winzige Plastikpartikel in menschlichen Stuhlproben gefunden – weltweit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat unterdessen eine erste Stellungnahme abgegeben. mehr »