Ärzte Zeitung online, 11.06.2018

Forschung

Sperma hemmt Infektion mit Zika-Viren

ULM. Hundert Millionen von Zika-Viren können sich im Sperma eines infizierten Mannes tummeln, und doch ist die Zahl der sexuell Infizierten bei dieser Viruserkrankung vergleichsweise gering. In den allermeisten Fällen werden Zika- Infektionen durch Stechmücken verbreitet.

Ein internationales Forscherteam um den Virologen Professor Jan Münch, Universitätsklinikum Ulm hat nun herausgefunden, dass Sperma die Zika-Viren hemmt (Nat. Commun. 2018; online 7. Juni).

 Verantwortlich dafür sind bestimmte Vesikel, bläschenförmige Partikel aus Membranprotein, im Samenplasma, die es den Viren erschweren, an Zielzellen im Körper anzudocken, heißt es in einer Mitteilung der Universität Ulm. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

O-Saft senkt das Gicht-Risiko - und hält schlank

Vom Saulus zum Paulus: Galten Fruchtsäfte einst als gesunde Getränke, verbannen heute sogar manche Schulen die süßen Säfte. Forscher brechen jetzt eine Lanze für Orangensaft. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »

Prä-Op-Leistungen - Und wer zahlt jetzt das Labor?

Wenn eine Leistung in der anderen enthalten ist, kann sie nicht gesondert abgerechnet werden. Diese Regelung greift unter anderem beim präoperativen Labor. Die Laborreform ändert daran nichts. mehr »