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Es lohnt sich, jetzt in der Praxis für die Grippe-Impfung zu werben

NEU-ISENBURG (eis). Heute beginnt die Grippe-Impfsaison. Alle Menschen ab 60 Jahre, chronisch Kranke und Menschen mit beruflichen Risiken sollten in den nächsten Wochen geschützt werden. Mit gezielten Maßnahmen lassen sich die meisten der gefährdeten Patienten auch erreichen.

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Dr. Peter Schlüter aus Hemsbach wirbt zum Beispiel schon seit Ende Juli mit Praxisaushängen für den Impfschutz. Jeder seiner Patienten aus Risikogruppen - zum Beispiel auch Lehrer oder Kindergärtnerinnen - ist zudem in seiner Kartei markiert und wird jetzt per Post an den Grippeschutz erinnert. Die Impfung ist zudem Thema in der alle vier Wochen erscheinenden Praxispost des niedergelassenen Allgemeinmediziners.

Ein guter Anlaß, auf die Impfung hinzuweisen, seien auch die zur Zeit häufigen Fragen zur Vogelgrippe. Schlüter schätzt, durch solche Maßnahmen jedes Jahr etwa 90 Prozent seiner Risikopatienten mit der Grippe-Impfung zu erreichen.

"Die Werbeaktionen sind gewachsene Strukturen, wenn man sich erstmal ein paar Jahre dahintergeklemmt hat, dann werden das Selbstläufer", sagt er dazu und rät Kollegen, sich als kompetente Impfprofis zu positionieren und mit ähnlichen Aktionen das ganze Jahr über für Impfungen zu werben, etwa für den Pneumokokkenschutz oder für Reiseimpfungen.

Schlüter betont, daß sich Impfen in der Praxis auch finanziell lohnt, da es außerhalb des Budgets vergütet wird. "Werden jetzt in einer Praxis mit 800 Patienten die Hälfte gegen Grippe geimpft, dann heißt das 4000 Euro mehr Umsatz", so der Hausarzt.

Lesen Sie dazu auch: Grippe-Impfaktion für Patienten, die nur Türkisch oder Russisch sprechen

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