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Grippe-Impfaktion für Patienten, die nur Türkisch oder Russisch sprechen

NEU-ISENBURG (eis). Bei ausländischen Mitbürgern sind die Impfraten gegen Grippe und Pneumokokken-Infektionen besonders niedrig. Eine Aufklärungsaktion in türkischer und russischer Sprache des Forums Impfen e.V. in Kooperation mit der "Ärzte Zeitung" will jetzt die Situation verbessern helfen.

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Weit über zehntausend Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Folgen der beiden Infektionskrankheiten. Zwar bieten wirksame und gut verträgliche Impfstoffe Schutz, die Prophylaxe wird aber noch nicht ausreichend genutzt.

So werden von der Ständigen Impfkommission zwar allen Menschen über 60 Jahre sowie chronisch Kranken die Impfungen empfohlen. In der vergangenen Grippesaison waren aber nach Stichproben nur 45 Prozent von den über 60jährigen gegen Influenza und nur etwa 20 Prozent gegen Pneumokokken-Erkrankungen geimpft.

Noch sehr viel niedriger sind die Impfraten bei ausländischen Mitbürgern, die zum Beispiel wegen Sprachschwierigkeiten mit Impfinformationen bisher kaum erreicht werden. Hier setzt die Aufklärungsaktion an. Mit Plakaten und Informationsblättern in türkischer und russischer Sprache soll die Bevölkerungsgruppe gezielt auf die Schutzmöglichkeit aufmerksam gemacht und bewogen werden, sich impfen zu lassen.

Entscheidend für die Aktion ist die Mitarbeit von niedergelassenen Ärzten. Sie werden gebeten, die Poster in der Praxis aufzuhängen und die Informationsblätter an Patienten weiterzugeben. Für Aufklärungsgespräche zu den Impfungen werden Merkblätter auf türkisch und russisch angeboten.

Die Plakate im DIN-A-4- Format und die anderen Materialien lassen sich - in Farbe oder schwarzweiß - von der Website des Forums Impfen herunterladen. Um das gesamte Angebot es Forums nutzen zu können, ist eine kostenlose Registrierung nötig.

Parallel zu der Aktion in Arztpraxen werden die Mitbürger auch in Apotheken über die beiden Impfungen informiert. Die Aufklärung wird dabei zusätzlich unterstützt von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und der AOK Berlin.

Die Materialien zu der Aktion gibt es unter www.forum-impfen.de

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