Ärzte Zeitung, 28.02.2006
 

Pandemieschutz - Hausärzte im Fokus

Krisen-Management ist in den Bundesländern unterschiedlich / Schwerpunkt auf ambulanter Versorgung

FRANKFURT/MAIN (ine). Im Falle einer Grippe-Pandemie sind Hausärzte wichtige Akteure - darüber sind sich die Experten einig. Wie dies im Notfall aussehen soll, das ist in vielen Bundesländern noch nicht geklärt.

Influenza-Viren des Typus H5N1 werden bei minus 80 Grad Celsius am Institut für Medizinische Virologie der Uni Frankfurt/Main gelagert. Das Virus ist in Deutschland nur bei Vögeln entdeckt worden. Foto: ddp

Der nationale Pandemieplan, der von Experten des Robert-Koch-Institutes in Berlin erarbeitet worden ist, sieht unter anderem vor, daß jedes Bundesland mobile Ärzte- und Expertenteams aufbaut und auch deren Einsätze koordiniert. Zudem sollen Kranke möglichst lange ambulant behandelt werden, damit Klinikbetten für Schwerkranke freibleiben.

Wie dies im Notfall aussehen soll, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. So hat etwa Bayern einen speziellen Handlungsleitfaden für Ärzte herausgegeben, in Mecklenburg-Vorpommern überprüfen Hausärzte derzeit, welche Möglichkeiten es gibt, separate Wartebereiche für Patienten mit Influenza-Verdacht einzurichten.

Ganz anders sieht es mit dem Krisen-Management in Niedersachen und Sachsen aus. Dort laufen die Vorbereitungen auf Ministeriumsebene gerade erst an. Auch in vielen anderen Bundesländern sind Ärzte, die wissen wollen, was auf sie im Falle einer Pandemie zukommt, auf die Infos von Körperschaften und Ärztekammern angewiesen. Viele Körperschaften und Kammern haben ihre Tips ins Netz gestellt

Lesen Sie dazu auch:
Grippe-Pandemie - so bereiten sich die 16 Bundesländer darauf vor
Kommentar: Unverbindlich handlungsfähig

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