Ärzte Zeitung, 14.05.2007

Hinweise auf Oropharynx-Ca durch Oralsex

BOSTON (ddp). Oralsex erhöht offenbar das Risiko für ein Oropharynx-Ca, und zwar sowohl bei Männern wie bei Frauen. Denn bei Oralsex gelangen oft Humane Papillomaviren (HPV) über die Schleimhäute der Genitalien in den Mund des Partners.

Besonders gefährdet ist, wer Oralverkehr mit häufig wechselnden Partnern praktiziert, haben US-Forscher um Dr. Maura Gillison aus Baltimore herausgefunden (NEJM 356, 2007, 1944). Die Forscher regen daher an, die Impfungen gegen HP-Viren auch bei Jungen und Männern zu erproben. In einer Fall-Kontrollstudie der Forscher mit 300 Teilnehmern war der Anteil von Patienten mit Oralsex-Praktiken dreimal höher als bei gesunden Teilnehmern.

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