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Kommentar

Auch Helfer sollten sich helfen lassen

Von Ursula Armstrong Veröffentlicht:

Ich habe keine Kraft mehr. Ich fühle mich leer. Die Patienten gehen mir auf die Nerven. Mir ist alles zu viel - emotionale Erschöpfung, Zynismus, Leistungsdefizite: 25 Prozent der niedergelassenen Kassenärzte und 20 Prozent der Klinikärzte in Deutschland leiden an Burnout, wird geschätzt.

Doch statt auf die Warnsignale zu hören, machen viele Kollegen weiter. Sie arbeiten noch mehr, obwohl sie schon überlastet sind. Gerade Ärzte können schlecht zugeben, dass sie Hilfe brauchen. Ein Helfer lässt sich eben nicht helfen. Doch zu warten, bis man zusammenbricht oder eine Depression manifest wird, ist nicht ratsam. Besser: früh gegensteuern.

Denn Prävention ist möglich. Durch Abbau von Zeitdruck, Besinnung auf eigene Bedürfnisse, auf Partnerschaft und Familie - eine liebevolle Beziehung ist der beste Schutz vor Burnout. Schon kleine Änderungen im Alltag können viel ausmachen, etwa eine Mittagspause einzuhalten, statt am Schreibtisch schnell nebenbei etwas zu essen.

Es gilt, die eigene Zufriedenheit an diesem schönen Beruf, den man mit so viel Elan und Begeisterung begonnen hat, zu erhalten oder wiederzufinden - eventuell mit Hilfe von außen. Denn wer mit seinem Leben zufrieden ist, der brennt auch nicht aus.

Lesen Sie dazu auch: Kurze Beratung hilft Ärzten aus Burnout

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