Ärzte Zeitung, 11.07.2006

So machen es andere Länder

Versuch zur stufenweisen Verbesserung der Gesundheit und der sozialen Situation

Die Strategien zur Therapie von Drogensüchtigen veränderten sich im vergangenen Jahrhundert auch in Europa: weg von heroingestützten Behandlungen für jene, die einen Entzug nicht schafften, hin zur Heroinsubstitution, etwa mit Methadon oder Buprenorphin.

Aktuelle Konzepte zur heroingestützten Therapie zielen auf eine stufenweise Besserung der körperlich-seelischen Gesundheit und der sozialen Situation von Drogenkranken.

Dazu gehört die Anbindung an eine therapeutische Einrichtung, die individuell Wege zur weiteren Besserung und Risikoreduktion ebnen kann, etwa eine Entwöhnung, sowie die soziale Integration und Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche. Daß das bei einem Teil der Patienten gelingt, belegen aktuelle Studien.

Lesen Sie dazu auch:
In der Schweiz: Kein Ansturm aufs Programm
In Belgien: Erste Studie mit 300 Teilnehmern geplant
In Großbritannien: Bis Ende 2006 Therapie in vier Suchtkliniken
In Spanien: Diskussion um Legalisierung

In den Niederlanden: Erfolg mit Heroin plus Methadon
Heroin bei Sucht auf Rezept - Kapitulation oder Hilfe?
Wer Heroin als Medikament produziert, bleibt geheim

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Borderline und Psychosen "heilen" mit Antiepileptika

Manche psychisch Kranken brauchen keine Neuroleptika, sondern Antikonvulsiva. Tauchen im EEG bestimmte Muster auf, ist das ein Hinweis auf eine paraepileptische Psychose. mehr »

Epilepsierisiko nach Sepsis erhöht

Überleben Patienten eine Sepsis, ist die Gefahr epileptischer Anfälle in den folgenden Jahren vier- bis fünffach erhöht. mehr »

PKV muss für unverheiratete Paare zahlen

Nach Überzeugung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe ist die Beschränkung der Kostenerstattung für eine künstliche Befruchtung auf Ehepaare in der PKV unzulässig. mehr »