Ärzte Zeitung, 04.07.2011

Stillen schützt vor Kindstod

Stillen schützt vor Kindstod

Zur SIDS-Prophylaxe ist Stillen ideal.

© Valentin Mosichev / shutterstock.com

CHARLOTTESVILLE (eis). Das Risiko für Plötzlichen Kindstod (sudden infant death syndrome, SIDS) lässt sich durch Stillen deutlich senken, berichten US-Ärzte von der Virginias School of Medicine (Pediatrics 2011; 128: 103).

Sie haben 18 Studien dazu analysiert. Jede Form von Stillen im ersten Lebensjahr ging dabei mit einer um 45 Prozent verringerten Rate von Plötzlichem Kindstod im Vergleich zu überhaupt nicht gestillten Kindern einher.

Wurden Kinder ausschließlich gestillt, dann war die SIDSRate um 73 Prozent verringert.

2008 wurden in Deutschland 215 SIDS-Fälle registriert, deutlich weniger als 1998 (602). Mit 0,31 pro 1.000 Babys liegen wir aber noch deutlich hinter den Niederlanden (0,06 pro 1000).

Außer Stillen wird gegen SIDS empfohlen: Schlafen in Rückenlage im Babyschlafsack (eigenes Bett!) im Elternschlafzimmer, keine Überwärmung und rauchfreie Wohnung.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »