Ärzte Zeitung, 25.06.2013
 

CDU-Aktion in NRW

"Wir wollen den Arzt vor Ort"

KÖLN. Die CDU-Fraktion im NRW- Landtag fordert ein stärkeres Engagement der rot-grünen Landesregierung für die flächendeckende Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung.

Die Regierung und insbesondere Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) seien in diesem Bereich untätig gewesen, kritisiert ihr Amtsvorgänger und CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Josef Laumann.

"Wir müssen frühzeitig und gemeinsam mit allen Akteuren Konzepte entwickeln, um die gute ärztliche Versorgung auch weiterhin gewährleisten zu können", sagt er.

Schwerwiegendes Politikversagen vorgeworfen

Die Fraktion hat deshalb die Initiative "Wir wollen den Arzt vor Ort" gestartet. Zudem hat sie einen Antrag in den Landtag eingebracht. Dem sich abzeichnenden dramatischen Ärztemangel liege ein schwerwiegendes Politikversagen zugrunde, heißt es dort.

"Die Sicherstellung einer ausreichenden, flächendeckenden ärztlichen Versorgung liegt genau dann in der Verantwortung der Politik, wenn die ärztlichen Selbstverwaltungsstrukturen ihren Aufgaben nicht gerecht werden."

Laumann und seine Kollegen fordern die Landesregierung auf, sich dafür einzusetzen, dass der Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" auch für die Hausärzte in NRW gelte. "Deshalb brauchen wir flächendeckend Verträge mit dem Hausärzteverband über die medizinische Versorgung."

Als eine von weiteren notwendigen Maßnahmen sieht die CDU eine stärkere Gewichtung der Allgemeinmedizin an den Unis des Landes und die Vorhaltung einer "bedarfsdeckenden Anzahl von Medizinstudienplätzen". (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gegen Husten taugen Medikamente wenig

Abwarten und Tee trinken, mehr wollen US-Experten gegen erkältungsbedingten Husten nicht empfehlen. Allenfalls etwas Honig bei Kindern halten sie noch für geeignet. mehr »

Erst krebskrank, dann Hypertoniker

Überlebende von Krebserkrankungen in der Kindheit tragen ein erhöhtes Hypertonierisiko: Im Alter von 50 Jahren sind 70 Prozent betroffen. mehr »

Macht das Stadtleben krank?

Stadtluft kann Schizophrenie begünstigen, glauben Wissenschaftler. Ein Chefarzt der Charité fordert deshalb eine Public-Mental-Health-Strategie für urbane Räume. mehr »