Ärzte Zeitung online, 12.06.2018

Schleswig-Holstein

Beteiligung an Kammerwahl bleibt stabil

Angestellte und niedergelassene Ärzte sind mit jeweils 35 Delegierten in der Kammer vertreten.

BAD SEGEBERG. Mehr als 6500 Ärzte aus Schleswig-Holstein haben ihre Stimmen für die Kammerwahl im Norden abgegeben. Die Wahlbeteiligung bewegt sich mit rund 40 Prozent auf Niveau der vergangenen Wahl im Jahr 2013. Die Zahl der abgegebenen gültigen Stimmzettel stieg deutlich um rund 800.

Vizepräsident Dr. Henrik Herrmann und die amtierenden Vorstandsmitglieder Dr. Gisa Andresen, Dr. Svante Gehring, Dr. Christian Sellschopp und Dr. Thomas Schang wurden erneut in die Versammlung gewählt. Präsident Dr. Franz Bartmann und Vorstandsmitglied Petra Imme waren nicht wieder angetreten.

Über die Zusammensetzung des Vorstands entscheidet die konstituierende Kammerversammlung am 12. September. Die wird künftig mit jeweils 35 Sitzen für niedergelassene und angestellte Ärzte laut dem vorläufigen Wahlergebnis ausgeglichen besetzt sein. Bei der vergangenen Wahl hatten die niedergelassenen Ärzte einen Sitz mehr erringen können. Statt bislang 28 werden künftig 32 Frauen vertreten sein. Gleich 39 der 70 Mitglieder sind neu in der Versammlung, die ein Durchschnittsalter von 53,5 Jahren aufweisen wird.

In den einzelnen Wahlkreisen schwankte die Wahlbeteiligung zwischen 46,3 Prozent in Dithmarschen und 32,6 Prozent in Pinneberg. In Kiel stieg die Wahlbeteiligung von 35 auf über 40 Prozent, auch Lübeck konnte leicht zulegen. Niedrigere Wahlbeteiligungen gab es in Kreisen, in denen keine konkurrierenden Wahlvorschläge vorlagen. Ein deutlich gesunkenes Interesse zeigte sich etwa in Schleswig-Flensburg: Dort hatten vor fünf Jahren noch mehr als 50 Prozent der wahlberechtigten Ärzte ihre Stimmen abgegeben, in diesem Jahr waren es 39,3 Prozent.

Dort wie auch in Pinneberg und Herzog-Lauenburg gab es keine Alternativen zu den Wahlvorschlägen. Alle Bewerber in diesen Kreisen wurden auch Delegierte. Insgesamt hatten sich 171 Ärzte – und damit 30 weniger als vor fünf Jahren – um einen Sitz beworben. (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »