Ärzte Zeitung, 27.06.2014

Nachkriegs-Psychiatrie

DGKJP fordert Entschädigung für Kinder

BERLIN. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) hat gefordert, das Leid von Kindern in psychiatrischen Einrichtungen in der Nachkriegszeit öffentlich anzuerkennen und sich für eine Entschädigung der Betroffenen einzusetzen.

Die Kinder - aus unehelichen Verhältnissen oder schwierigen Familien - hätten bis in die 70er Jahre dort "persönliches Leid, Misshandlung und Entrechtung erfahren".

Die DGKJP will sich beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs dafür starkmachen, dass die Betroffenen anderen Gruppen, zum Beispiel Heimkindern, gleichgestellt werden, denen Anerkennung und Entschädigung zugesprochen wurden.

Auch will sie Betroffenen ermöglichen, mit Fachärzten ihre damaligen Diagnosen anhand noch vorhandener Krankenakten zu überprüfen und schriftliche Erklärungen über offensichtliche Fehldiagnosen abzugeben. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Unterwegs mit dem ADAC-Ambulanzjet

Wer auf Auslandsreisen krank wird, der ist froh, wenn schnelle Hilfe naht. Besonders zügig geht das mit einem Ambulanzjet - etwa vom ADAC. mehr »

Ein Besuch auf der Messe "Medicare Taiwan"

Taiwans Medizintechnikunternehmen gelten als Powerhouse - und sie suchen den Schulterschluss mit internationalen Partnern. Die "Medicare Taiwan" ist DER Branchentreff – ein Fachmessebesuch in Taipeh. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen.. mehr »