Ärzte Zeitung online, 08.01.2019

„Animal Study Registry“

Neues Register für Tierversuche gestartet

BERLIN. Mit einem neuen Register am Deutschen Zentrum zum Schutz von Versuchstieren sollen Transparenz und Qualität der Forschung verbessert und unnötige Tierversuche vermieden werden, heißt es in einer Mitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung. Forscher können hier ein Tierexperiment vor Beginn freiwillig dokumentieren.

Vorteile der Registrierung im „Animal Study Registry“: Die Versuchsplanung wird durchdachter und zielgerichteter, Ergebnisse sind nachvollziehbar und heben den wissenschaftlichen Standard. Tierversuche können eingespart werden, da nun alle Studien veröffentlicht werden.

Auch jene, deren Ergebnisse unbequem klingen. Damit ergibt sich ein umfassenderes und „ungeschöntes“ Bild, Irrwege in der Forschung sollen so vermieden werden.

Nicht zuletzt profitieren Patienten von einem Register, da das Wissen aus Tierversuchen die Basis etwa für Medikamententests ist, erinnert das Bundesinstitut für Risikobewertung. Je belastbarer dieses Fundament ist, desto größer sind die Erfolgschancen und umso geringer das Risiko von Komplikationen und Nebenwirkungen.

Das ist auch der Grund dafür, dass Datenbanken für „klinische“ Versuche am Menschen seit langem etabliert sind. Mit dem Register für Tierversuche wird nun auch für die vorklinische Forschung ein hohes Niveau angestrebt. (eb)

Weitere Informationen unter www.animalstudyregistry.org

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

TSVG-Dialog mit offenem Ende

Jens Spahn (CDU) und Vertreter der Ärzteschaft haben beim mit Spannung erwarteten Dialog in Berlin die Klingen gekreuzt. Am Ende blieben Perspektiven für Kompromisse. mehr »

Varizellen-Impfung – ein Segen für Kinder

Seit 2004 wird allen Kindern die Impfung gegen Windpocken empfohlen. Der Schutz ist eine Erfolgsgeschichte: Die Krankheit wurde zurückgedrängt und mögliche schwere Komplikationen werden vermieden. mehr »

So viel Zucker pro Tag darf's sein

Die Auswertung von Fachstudien ist eindeutig genug, um eine konkrete Obergrenze für den täglichen Zuckerkonsum festzulegen. Drei Fachgesellschaften haben sich nun auf eine Menge geeinigt. mehr »