Ärzte Zeitung, 17.02.2014

NRW

Bessere Angebote für Schwangere gefordert

KÖLN. Die Betreuungsangebote für Frauen während der Schwangerschaft müssen ziel- und passgenauer werden, findet die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne).

"Hierzu ist eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitssystem und anderen begleitenden Institutionen wie Sozial- und Jugendämtern, Schulen und Einrichtungen der Familienhilfe erforderlich", sagte Steffens anlässlich der Veröffentlichung des Berichts "Schwangerschaft und Geburt in Nordrhein-Westfalen".

Er enthält statistische Daten rund um die geburtshilfliche Versorgung im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die Zusammenstellung zeigt, dass Frauen mit Gewalterfahrung in der Schwangerschaft, schwangere Teenager, Frauen mit Migrationsgeschichte sowie Schwangere in schwierigen sozialen Lagen Vorsorgeuntersuchungen und Beratungsangebotene seltener in Anspruch nehmen als andere Frauen.

Neben einer guten medizinischen Versorgung brauchten Frauen während der Schwangerschaft und nach der Entbindung ganzheitliche Beratungs- und Betreuungsangebote, sagte die Ministerin. "Dabei muss auch die soziale Lebenssituation der Frauen berücksichtigt werden."

Steffens warnte vor einer zu starken Technikorientierung in der Betreuung werdender Mütter. Es dürfe nicht vergessen werden, dass Schwangerschaft ein natürlicher Vorgang ist und nicht jede Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft, sagte die Ministerin. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

30 Minuten Bewegung am Tag verhindern jeden 12. Todesfall

Bewegung verlängert das Leben, das bestätigt die bisher größte Studie zum Thema. Und: Bewegung im Alltag reicht dazu schon aus, es muss kein anstrengender Sport sein. mehr »

Merkel beansprucht Führung weiter für sich

Drastische Einbußen, aber immer noch vorn: Die Wähler versetzen der Union einen Kinnhaken. Die große Koalition scheint passé. Auch die Umfrageteilnehmer der "Ärzte Zeitung" hatten bereits im Vorfeld eine neue "GroKo" abgelehnt. mehr »

Impfpflicht löst Masernproblem nicht

Eine Impfpflicht bei Masern würde ungeimpfte Erwachsene als Verursacher nicht erreichen und Skeptiker vor den Kopf stoßen. Ausbrüche sind nur mit mehr Engagement zu verhindern, so RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler. mehr »