Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Störfeuer aus dem Privatlaborbetrieb

Von Monika Peichl Veröffentlicht:

Wenn Laborgemeinschaften mit Preislisten für das GOÄ-Speziallabor auf Kundenfang gehen, dann tun sie sich und der gesamten Ärzteschaft keinen Gefallen. Dass sie Ausfälle durch die EBM-Laborreform zu kompensieren haben, ist keine Entschuldigung. Man kann allerdings nicht behaupten, dass sie schlafende Hunde geweckt hätten. Die privaten Krankenversicherer haben die Laborvergütung in der GOÄ längst im Visier.

Niemand sollte sich zurücklehnen und annehmen, dass die anstehende GOÄ-Novelle mit einer schwarz-gelben Koalition glatt über die Bühne gehen wird. Der Staat hat als Beihilfezahler für seine Beamten ein starkes Interesse daran, den Kostenanstieg zu bremsen. Und die PKV, die zur FDP einen guten Draht hat, wird sich bei den Verhandlungen Gehör zu verschaffen wissen. Laut Brüderles Schubladen-Gutachten hat sie allen Grund, sich Gedanken über ihre Zukunft zu machen.

Die Bundesärztekammer bemüht sich, den Berechnungen der PKV zur Mengensteigerung im Labor - und bei den ärztlichen Leistungen ingesamt - mit eigenen entgegenzutreten, aber einfach ist das vermutlich nicht. Da ist Störfeuer durch solche Aufforderungen zur nicht GOÄ-konformen Abrechnung bezogener Leistungen alles andere als hilfreich.

Lesen Sie dazu auch: Kritik an Preislisten von Laborgemeinschaften

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Exzesse bei Privatlaborleistungen?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Abrechnung nur noch über EBM?

Ambulantes Operieren: Regierung plant Ende der Hybrid-DRG

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Therapie mit Glukokortikoiden

Was beim Absetzen von Steroiden zu beachten ist

Abrechnung nur noch über EBM?

Ambulantes Operieren: Regierung plant Ende der Hybrid-DRG

Lesetipps
Ein Mann muss aufstoßen und hält sich die Hand vor den Mund.

© Andrey Popov / stock.adobe.com

Vier Ursachen im Überblick

Häufiges Aufstoßen: Woher es kommen kann und wie therapiert wird