Ärzte Zeitung, 03.11.2009

Keine Extrawurst für Verwandte

Beschäftigung von Familienangehörigen: Arbeitsvertrag ist unverzichtbar

NEU-ISENBURG (eb/lu). Ärzte, die Familienangehörige in der Praxis beschäftigen, sollten dafür nicht auf einen Arbeitsvertrag verzichten.

Hintergrund ist, dass das Finanzamt Arbeitsverhältnisse mit Familienangehörigen nur anerkennt, wenn so vorgegangen wird wie bei Fremd-Angestellten auch.

Das heißt für Praxischefs: Abmachungen etwa mit der Ehefrau oder den Kindern sollten schriftlich fixiert werden, auch wenn dazu grundsätzlich keine Pflicht besteht. Zudem muss der Arbeitsvertrag den Gepflogenheiten entsprechen, wie sie zwischen Fremden üblich sind.

Dazu gehört, dass das Gehalt monatlich vom Betriebskonto auf ein Konto überwiesen wird, auf das nur der Beschäftigte Zugriff hat. Sonst besteht die Gefahr, dass das Finanzamt den Abzug dieser Personalkosten als Betriebsausgabe verweigert. Die Höhe des Gehaltes und andere Leistungen sollten ebenso einem Fremdvergleich standhalten.

Um Ärzten die Arbeit zu erleichtern, hat der NAV-Virchow-Bund Musterarbeitsverträge für mitarbeitende Ehegatten herausgegeben.(info@nav-virchowbund.de). Eine Beschäftigung im Minijob ist für Ärzte und ihre Familie im Übrigen steuerlich recht attraktiv.

Lesen Sie dazu auch:
Angehörige in der Praxis helfen Steuern sparen

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »