Fachkräftemangel

Bayern sucht mit allen Mitteln nach Hausärzten

Eine Studie hat für Bayern 30 Maßnahmen zur Förderung des hausärztlichen Nachwuchses sowie der hausärztlichen Niederlassung ermittelt.

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ERLANGEN. Um den Hausärztemangel zu beheben, sind zahlreiche Fördermaßnahmen in Gang gekommen, die aber weder systematisiert noch transparent sind. Für den Freistaat Bayern liegen nun erstmals Ergebnisse einer explorativen Erhebung vor. Die wurden beim 53. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) in Erlangen vorgestellt.

Zusätzlich zu einer Literaturrecherche sind im Rahmen der Studie teilstandardisierte Fragebögen an relevante Akteure in Bayern (etwa Universitäten, KVen, Ärztekammern, Krankenkassen, Kommunen und Landkreise) im Zeitraum Mai bis September 2019 verschickt worden.

Insgesamt konnten 30 Maßnahmen zur Hausarztförderung ermittelt werden, darunter acht für Ärzte in Weiterbildung und 12 für Fachärzte der Allgemeinmedizin. Zu den Schwerpunktthemen zählten Qualitätsverbesserungen in der Weiterbildung, strukturierte Fortbildungen, Praxisfördermaßnahmen, Anstellung von Ärzten, Förderung der Kompetenzzentren und das Projekt „Beste Landpartie“, mit dem Medizinstudenten eine Tätigkeit auf dem Land schmackhaft gemacht werden soll.

Auffällig ist, dass die Maßnahmen höchst unterschiedlich evaluiert werden, stellte Paul Delker vom Institut für Allgemeinmedizin der LMU Universität München fest. Bemerkenswert sei zudem, dass sich zahlreiche Fördermaßnahmen auch an Studenten, aber keine einzige Maßnahme an Schüler richteten. Damit wird laut Delker eine Chance vertan, schon vor der Aufnahme des Medizinstudiums für die Allgemeinmedizin zu werben. (ras)

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