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Krampfadern

IGeL-Monitor wertet Nutzen des Lasers ab

Der MDS hat sein Votum zur Laser-Behandlung bei Krampfadern revidiert: Statt "tendenziell positiv" heißt es jetzt "unklar".

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ESSEN. Krampfadern sind keine schöne Sache. Wenn konservative Behandlungsversuche nicht fruchten, bleibt nur die Operation – oder der Laser. Letzterer – nur als Privatleistung zu haben – kostet "einige hundert bis einige tausend Euro" heißt es in der aktuellen Neubewertung dieser Leistung durch den IGeL-Monitor des MDS (Medizinischer Dienst des GKV-Spitzenverbandes). Bei der Erstbewertung 2012 vergab der MDS noch das Urteil "tendenziell positiv".

Das hat sich nun geändert: Eine eindeutige Antwort auf die Frage, ob es besser oder schlechter ist, Krampfadern mittels Laser zu veröden, statt sie wegzuoperieren, lässt die Studienlage offenbar nicht zu. Man habe sieben Übersichtsarbeiten und vier neuere Studien gefunden, heißt es, "die insgesamt neun Nutzen- und acht Schadensaspekte untersuchten". Danach schneidet "die Laser-Behandlung insgesamt nicht besser, aber auch nicht schlechter als die Operation" ab. Die neue Bewertung laute deshalb "unklar".

Die Abwertung gegenüber dem früheren Votum wird mit der erweiterten Studienlage begründet. Seinerzeit hätten Daten aus maximal zwei Behandlungsjahren vorgelegen. Jetzt erstrecke sich die Nachbeobachtung teils über fünf Jahre. Zwar seien in diesen Studien keine der heute üblichen Laser der zweiten und dritten Generation verwendet worden, "was die Aussagekraft der Bewertung schwächt", wie der MDS zugesteht. Aber ohne entsprechende Studien bleibe die Vermutung, die Behandlung mit den neueren Lasern schneide besser ab, "reine Spekulation". (cw)

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