Ärzte Zeitung online, 23.02.2018

Telemedizin

Sieben Favoriten für Digitalen Gesundheitspreis gewählt

Beim Digitalen Gesundheitspreis muss die Jury zwischen App, Virtual-Reality-Handschuh und anderen Projekten entscheiden.

Von Marco Hübner

BASEL. Die Jury des Digitalen Gesundheitspreises von Novartis Pharma und Sandoz Deutschland/Hexal hat jetzt aus 82 Einsendung sieben Top-Kadidaten ausgewählt. Diese haben den Juroren zufolge, das Potenzial die Gesundheitsversorgung in Deutschland mit digitalen Werkzeugen nachhaltig zu verbessern:

  • App zum Doc: Die SlashCube UG & Co. KG hat eine App entwickelt mit der Patienten und Ärzte unter anderem einen Medikationsplan digital verwalten oder Termin- und Rezeptanfragen erledigen können.
  • Virtual-Reality-Handschuh: Der Handschuh "Cynteract Glove for the Virtual" von der Cynteract GmbH soll die oftmals monotone und kostenintensive Rehabilitation von Handverletzungen optimieren und Patienten motivieren, die verletzte Hand in virtuellen Spielen zu trainieren.
  • Online-Gesundheitstraining: Ein Projekt der GET.ON Institut GmbH soll Patienten bei psychischen Belastungen unterstützen, ihre psychische Gesundheit zu fördern und ihre Lebensqualität steigern.
  • Medical Allround-Care Service Solutions (MACSS): Der von der Charité entwickelte Prototyp einer patientenzentrierten Smart Health Service Plattform soll die Arzt-Patienten- sowie die Arzt-Arzt-Kommunikation verbessern helfen.
  • OvulaRing:Das Gerät der ViVoSensMedical GmbH soll es möglich machen, den kompletten weiblichen Zyklus abzubilden und diese Daten auf Wunsch mit dem Gynäkologen zu teilen, individuelle Zyklusmuster zu erkennen und so präzise den Eisprung und die fruchtbaren Tage zu bestimmen, was die Chance erhöhe, schwanger zu werden.
  • Digitale Suchtbehandlung: Radius, von der Circumradius GmbH ist ein Therapieprogramm, das speziell für die nachstationäre Suchtbehandlung entwickelt wurde. Patient und Therapeut soll es etwa die Möglichkeit geben, auch zwischen den Sitzungen in Verbindung zu bleiben – und etwa Behandlungspläne zu verwalten.
  • TelePark: Damit Parkinson-Patienten auch fernab der Klinik ihre Autonomie und Lebensqualität erhalten, will das telemedizinbasierte Versorgungs- und Arzt-Patienteninteraktionskonzept TelePark der TU-Dresden Patienten mit Parkinsonspezialisten vernetzen.

Die vierköpfige Jury wähle nun drei Gewinner aus den Wettbewerbern. Die Sieger sollen dann am 15. März in Berlin gekürt werden. Insgesamt ist der Digitale Gesundheitspreis laut Mitteilung der Unternehmen mit einem Preisgeld von 50.000 Euro dotiert.

25.000 Euro werden an den Gewinner vergeben, heißt es. Das zweitplatzierte Projekt erhalte noch 15.000 Euro und an den "dritten Sieger" vergebe die Jury 10.000 Euro.

Weitere Infos zu Preis und Bewerbern: www.novartis.de/dgp

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