Ärzte Zeitung online, 02.03.2017

Zigarrenindustrie

Verband hadert mit Plänen zur Tabakkontrolle

BONN/HAMBURG. Der vor Kurzem vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf eines Gesetzes zur Ratifizierung der Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle (WHO Framework Convention on Tobacco Control, FCTC) ruft die Zigarren- und Zigarillo-Anbieter auf den Plan.

Gemeinsam mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ) nun in einem politischen Appell existenzielle Sorgen der Branche zum Ausdruck gebracht und sich gegenüber Politik und Ministerien dafür eingesetzt, dass schon jetzt für Zigarren und Zigarillos bestehende Ausnahmen auch in Zukunft gelten sollten.

"Das Kulturgut Zigarre und Zigarillo wird meist von Männern gehobenen Alters genossen, ein Jugendschutzproblem besteht somit in der Praxis nicht", meint BdZ-Geschäftsführer Bodo Mehrlein.

Mit großer Sorge sehe die Zigarrenindustrie die Einführung eines Systems der Rückverfolgbarkeit für Tabakprodukte, das den Tabakschmuggel verhindern soll. Dies sei unverhältnismäßig, da es bei Zigarren und Zigarillos nachweislich keinen Tabakschmuggel gebe, so aber die mittelständischen Unternehmen in ihrer Wirtschaftlichkeit bedroht würden. (maw)

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11589)
Recht (12604)
Organisationen
WHO (3298)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fehldiagnose lässt "Thrombophilie"-Patientin zittern

Bei einer Frau mit Venenthrombose wurde eine Thrombophilie-Diagnostik vorgenommen. Der Verdacht erhärtete sich und bescherte ihr angstvolle Wochen. mehr »

Schärfe und Säure kurbeln das Immunsystem an

Was wir essen, beeinflusst maßgeblich, wie gut die Immunabwehr im Speichel funktioniert. Das haben Münchener Forscher untersucht. mehr »

Was tun gegen sexuelle Belästigung?

Anzügliche Bemerkungen, obszöne Witze, schlüpfrige Mails bis hin zu Berührungen: Sexuelle Aufdringlichkeit gehört auch in Praxen und Kliniken manchmal zum Alltag. Statt die Belästigungen zu ignorieren, sollten sich Betroffene wehren - dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. mehr »