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Mitgliederversammlung 57. DEGAM-Tagung

DEGAM wächst – auch bei den Aufgaben

Mehr Mitglieder, mehr Leitlinien, mehr Ehrenamt und mehr Arbeit: die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin wächst.

Veröffentlicht:
DEGAM-Mitgliederversammlung beim 57. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin am 28.09.2023 in Berlin.

DEGAM-Mitgliederversammlung beim 57. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin am 28.09.2023 in Berlin.

© Daniel Reinhardt / Ärzte Zeitung

Berlin. Die wissenschaftliche Allgemeinmedizin wächst. Stand 2023 verzeichnet die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) 7.925 Mitglieder, wir ihr Präsident Professor Martin Scherer bei der Mitgliederversammlung anlässlich der 57. Jahrestagung am Donnerstagabend in Berlin sagte.

Die Mitgliederzahl ist seit Jahren stetig steigend, bis auf ein „bereinigungsbedingtes Plateau“ im Jahr 2022. Damals war auch die Zahl der Austritt höher als üblich, unter anderem aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen auf Pandemiemaßnahmen in der Mitgliederschaft, wie Scherer sagte. Seine Prognose aber ist optimistisch: „Wir rechnen mit 200-300 Neumitgliedern im Jahr.“

Zig neue und aktualisierte Leitlinien

Wachstum verzeichnet die DEGAM auch bei ihrer Arbeit. Kern ihrer Arbeit ist nach wie vor die Leitlinienarbeit. Sieben fertiggestellte bzw. aktualisierte Leitlinien haben die DEGAM-Mitglieder in den letzten zwölf Monaten unter dem Dach der Sektion Leitlinien und Qualitätsförderung (SLQ) erstellt. Darunter waren zwei S3-Leitlinien, bei elf Leitlinien anderer Institutionen, darunter vier Nationalen VersorgungsLeitlinien (NVL) haben DEGAM-Mitglieder in den letzten zwölf Monaten mitgearbeitet.

Ein weiteres Novum ist das Facharzt-Training, das Mitglieder aus dem Herausgebergremium der Zeitschrift für Allgemeinmedizin (ZfA) gerade erstellt haben. Die ersten Prüfungsfälle wurden gerade publiziert, weitere sollen folgen. „Das Ehrenamt ist am Limit, gerade bei den Leitlinien“, sagte Scherer. „Wir brauchen mehr Power und mehr Commitment, auch von den Lehrstühlen.“

Mehr Stellungnahmen für die Politik

Auch die Arbeit in der wissenschaftlichen Beratung von Politik und Selbstverwaltung hat für die DEGAM zugenommen. Scherer sprach von einer „Flut von Stellungnahmen und Anfragen“. 212 Anfragen hat es danach allein seit September 2022 gegeben, 40 davon vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), 20 vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), zwölf vom Bundesgesundheitsministerium, insbesondere zu Gesetzesentwürfen.

Die Zahl ist seit den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, von noch knapp über 100 solcher Anfragen für Stellungnahmen zwischen 2020 bis 2021. Scherer: „Es wird viel getan und wir werden viel gefragt.“ Allein in diesem September seit die DEGAM zu fünf Fachgesprächen vom Bundesgesundheitsministerium eingeladen worden. (nös)

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