Leukämien und Lymphomen

100 Zelllinien für die Forschung

100 besonders charakterisierten Krebs-Zelllinien haben Wissenschaftler vom Leibniz-Institut Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ) zusammengestellt.

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BRAUNSCHWEIG. 100 besonders charakterisierten Krebs-Zelllinien haben Wissenschaftler vom Leibniz-Institut Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ) zusammengestellt.

Das Sortiment mit dem Namen LL-100 soll die Entwicklung gezielter Krebstherapien für die „Personalisierte Medizin“ unterstützen und beinhaltet T-Zell-, B-Zell- und myeloische Malignome – insgesamt 22 Tumor-Entitäten von menschlichen Leukämien und Lymphomen (Sci Rep 2019; 9(1):8218).

„Das Besondere am LL-100 Panel ist, dass alle Krebs-Zelllinien eindeutig authentifiziert und dem richtigen Gewebe zugeordnet wurden. Hinzu kommt, dass von allen 100 Krebs-Zelllinien neben Sequenzinformationen auch andere Metadaten vorliegen, die Krebsforschern weltweit frei zugänglich sind“, wird Dr. Hilmar Quentmeier vom DSMZ in der Mitteilung des Instituts zitiert.

Seit Jahren würden immortalisierte Zelllinien als Modellsysteme für die Krebsforschung eingesetzt, heißt es in der Mitteilung. Zelllinien-Modelle würden für die Grundlagenforschung und Medikamentenentwicklung genutzt, deckten bisher aber nicht das gesamte Spektrum der Leukämie und der Lymphome ab.

Das LL-100 Panel stehe Wissenschaftlern über das DSMZ zur Verfügung. Der Forschungsschwerpunkt der Abteilung von Quentmeier liege unter anderem bei der Nutzung von Zelllinien in der Hämatologie, der Erforschung der Ursachen von Krebserkrankungen und der Weiterentwicklung der Zellkulturtechnik. (mmr)

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