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4-T-Studie gibt Aufschluss über die Insulinstrategie

Wenn bei Typ-2-Diabetes orale Therapie nicht reicht, wird Insulin gebraucht. Aber welches Insulin und mit welcher Strategie? Die 4-T-Studie* ging dieser Frage nach.

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Wenn es mit oraler Therapie schwierig wird, akzeptable Einstellungen zu erreichen, ist Insulin spritzen eine gute Option. © dpa

Wenn es mit oraler Therapie schwierig wird, akzeptable Einstellungen zu erreichen, ist Insulin spritzen eine gute Option. © dpa

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BERLIN (kat). In der Therapie von Typ 2-Diabetikern werden Insuline dann eingesetzt, wenn trotz Therapie mit oralen Antidiabetika der HbA1c nicht unter 7,5 Prozent zu bekommen ist. Mit welchem Insulintherapieregime die glykämischen Zielwerte am besten erreicht werden können, wurde in der 4-T-Studie mit 708 unter oralen Antidiabetika schlecht eingestellten Typ 2-Diabetikern untersucht. Alle Patienten behielten die Therapie mit Sulfonylharnstoff und Metformin bei. Verglichen wurden drei Strategien: die einmal tägliche Gabe eines lang wirksamen Basalinsulins (Insulindetemir, Levemir®), die zweimal tägliche Gabe eines Bolusinsulins (Insulinaspartat, NovoRapid®) und die zweimal tägliche Gabe eines Mischinsulins (NovoMix®). Die Therapie wurde intensiviert und der Sulfonylharnstoff durch ein zweites Insulin ersetzt, wenn der HbA1c einmal zehn Prozent oder zweimal mindestens acht Prozent erreicht hatte oder am Ende des ersten Jahres über 6,5 Prozent lag.

Die 4-T-Studie konnte keine eindeutigen Antworten liefern, wie Experten bei einem Symposium von Novo Nordisk berichteten - nicht zuletzt weil Sulfonylharnstoffe zusätzlich zum ersten Insulin zugelassen waren, die Studienarme sich im Laufe der drei Jahre assimilierten und die prandiale Therapie nicht ganz ihren Namen verdiente, wie Privatdozent Thomas Kunt in Berlin kritisch anmerkte. Insgesamt ist aber unter allen drei Schemata der Insulintherapie eine gute glykämische Kontrolle erzielt worden. Für die prandiale Therapie ergaben sich leichte Vorteile. Der HbA1c nach drei Jahren betrug bei Insulindetemir 6,9, bei Insulinaspartat 6,8 und bei biphasischem Insulinasparat 7,1. Der Teil der Patienten mit einem HbA1c unter 6,5 betrug 43, 45 und 32 Prozent. Die postprandialen Blutzuckerwerte wurden um 67, 85 und 61 mg/dl, die Nüchternwerte um 47, 49 und 50 mg/dl gesenkt. Mit Blick auf Hypoglykämien und Gewichtszunahme schnitt Insulindetemir besonders gut ab. Schwere Hypoglykämien traten in drei Jahren bei 0,9 Prozent der primär mit dem Basalinsulin Behandelten, 2,1 Prozent der primär mit prandialem Insulin Behandelten und 2,6 Prozent der primär mit Mischinsulin Behandelten auf. Sie war nicht häufiger, wenn das HbA1c-Ziel erreicht wurde. Das Gewicht nahm um 3,6, 6,4 und 5,7 kg zu. Drei von vier Patienten benötigten Intensivierung der Therapie.

* 4-T-Studie: Treating to Target in Typ 2 Diabetes

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