Robert Koch-Institut

Aktivität von Influenza ist deutlich erhöht

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BERLIN. Die Zahl der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen (ARE) ist bundesweit stark gestiegen. Die ARE-Aktivität ist damit bundesweit deutlich erhöht, berichtet die AG Influenza am Robert Koch-Institut. Nach Stichproben werden bei 52 Prozent der ARE-Patienten Influenza-Viren gefunden. Die Grippewelle ist damit deutlich angestiegen.

In der Woche bis zum 4. Februar (5. KW) wurden 15.188 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI gemeldet; seit Beginn der Saison Anfang Oktober waren es 37.075 Fälle einschließlich 70 Toten; 56 der Gestorbenen waren über 60 Jahre alt.

Etwa jeder sechste Influenza-Patient musste diesen Winter stationär behandelt werden. Seit Ende des Jahres wurden zudem 84 Ausbrüche mit mehr als fünf Fällen gemeldet, und zwar in Krankenhäusern, Kindergärten und Horten sowie in Betreuungseinrichtungen, Schulen und in privaten Haushalten.

Die trivalenten Influenzavakzinen (TIV) sind gegen die momentan in Deutschland am häufigsten zirkulierenden Grippeviren nur bedingt wirksam, berichtet das RKI. So wurden in dieser Saison bei etwa 72 Prozent der Influenza-Nachweise B-Viren der Yamagata-Linie gefunden. Dieser Subtyp ist nur im quadrivalenten Impfstoff (QIV) enthalten. Bei TIV-geimpften Hochrisikopatienten sollte daher eine Nachimpfung mit QIV erwogen werden. Alle bislang isolierten Viren waren sensitiv gegen Oseltamivir und Zanamivir. (eis)

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