Alkohol ist riskant für die Brüste junger Frauen

BOSTON (ikr). Junge Frauen, die mehrmals pro Woche oder gar täglich Alkohol trinken, haben ein deutlich erhöhtes Risiko für gutartige Brusterkrankungen.

Veröffentlicht:
Regelmäßiger Alkoholgenuss ist ein wesentlicher Risikofaktor für gutartige und bösartige Brusterkrankungen. © Andres Rodriguez / www.fotolia.de

Regelmäßiger Alkoholgenuss ist ein wesentlicher Risikofaktor für gutartige und bösartige Brusterkrankungen. © Andres Rodriguez / www.fotolia.de

© Andres Rodriguez / www.fotolia.de

Das hat eine aktuelle Analyse von Daten aus der US-amerikanischen Growing Up Today Study ergeben (Pediatrics online). Die Forscher haben 2003 junge Frauen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren nach ihrem Alkoholkonsum in den vorhergehenden zwölf Monaten befragt. Bei weiteren Befragungen in den Jahren 2005 und 2007 haben 6899 Studienteilnehmerinnen Auskunft über Diagnosen von Brusterkrankungen gegeben. Die Frauen waren zu diesem Zeitpunkt 18 bis 27 Jahre alt. Bei 147 Frauen waren gutartige Brusterkrankungen diagnostiziert worden. Und bei 67 von ihnen war die Erkrankung bioptisch gesichert.

Aus den vorhandenen Daten haben die US-Forscher um Dr. Catherine S. Berkey aus Boston / Massachusetts berechnet: Mit jedem Drink pro Tag, den die jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 22 Jahren zu sich genommen hatten, erhöhte sich das Risiko für eine bioptisch gesicherte, gutartige Brusterkrankung um 50 Prozent.

Bei denjenigen Frauen, die sechs- bis siebenmal pro Woche Alkohol tranken, war das Risiko für gutartige Brusterkrankungen um das 5,5fache höher als bei Frauen, die weniger als einmal pro Woche oder überhaupt keinen Alkohol tranken. Bei Frauen, die nur ein- bis zweimal pro Woche Alkohol tranken, war das Risiko nicht signifikant um 72 Prozent erhöht, und zwar unabhängig von Alter und Body Mass Index.

Die Forscher weisen darauf hin, dass gutartige Brusterkrankungen oft Vorboten eines Mammakarzinoms sind und Alkohol bekanntlich auch ein Risikofaktor für Brustkrebs bei erwachsenen Frauen ist.

Mehr zum Thema

Parathyreoidektomie

Hyperparathyreoidismus: Operation kann vor Diabetes schützen

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
MRT-Bildgebung und Monitoring

© wedmoments.stock / stock.adobe.com

Plexiforme Neurofibrome bei Neurofibromatose Typ 1

MRT-Bildgebung und Monitoring

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ergänzung zu Antibiotika?

Mit intravaginaler Ascorbinsäure gegen bakterielle Vaginose

Review

RAS-Blocker präoperativ eher nicht absetzen?

Lesetipps