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Anaphylaxie durch Nüsse: da ist oft viel Adrenalin nötig

BOSTON (ikr). Jedes achte Kind, das wegen einer Nahrungsmittel-bedingten Anaphylaxie Adrenalin erhält, benötigt eine zweite Dosis. US-Forscher empfehlen daher: Kinder mit Anaphylaxie-Risiko sollten zur Sicherheit stets zwei Adrenalin-Dosen zur Selbstinjektion mit sich führen.

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Allergene werden oft unbewusst aufgenommen. © Chabraszewski / fotolia.com

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US-Forscher haben die Krankenakten von 1255 Kindern durchgesehen, die wegen akuter allergischer Reaktionen auf Nahrungsmittel in eine Notfallambulanz gebracht wurden (Pediatrics online). Der häufigste Auslöser waren Erdnüsse bei 23 Prozent der Kinder, gefolgt von Nüssen und Milch.

Etwa die Hälfte der Kinder hatte eine Anaphylaxie mit systemischen Reaktionen wie Hypotonie (etwa systolischer Blutdruck unter 90  mmHg bei Kindern über zehn Jahren) oder Atemnot. Von diesen Kindern hatten nur 31 Prozent bereits vor der Ankunft in der Notfallambulanz Adrenalin (s.c. oder i.v.) erhalten. Und einschließlich der Behandlung in der Ambulanz waren es lediglich 44 Prozent. 12 Prozent von diesen benötigten mehr als eine Dosis Adrenalin, und zwar meist innerhalb von einer Stunde nach der Erstbehandlung. Betroffen davon waren meist Kinder über zehn Jahre und solche, die von anderen Krankenhäusern zugewiesen worden waren.

Da ansonsten keine eindeutigen Risikofaktoren für einen gesteigerten Adrenalin-Bedarf ermittelt werden konnten, empfehlen die US-Autoren, dass vorerst alle Kinder mit Risiko für eine Nahrungsmittel-bedingte Anaphylaxie, also solche mit positiver Eigenanamnese, zwei Adrenalin-Dosen mit sich führen sollten. In der Studie wurde lediglich 43 Prozent der Patienten bei der Entlassung aus der Klinik Adrenalin zur subkutanen Selbstinjektion verordnet.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Die Zeit drängt bei Allergie-Schulung

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